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Medienkompetenz Kinder – Familie erkundet zusammen die digitalen Medien

Mediennutzung in der Familie

Gemeinsam digitale Medien kennenlernen

Mediennutzung in der Familie

Gemeinsam digitale Medien kennenlernen

Digitale Medien sind ein fester Bestandteil unseres Lebens geworden und prägen somit auch unseren Alltag. Besonders im Familienleben ist es daher wichtig, einen sensiblen und bewussten Umgang mit Medien zu pflegen und zusammen mit den Kindern diese Welt zu entdecken. Während Ihr Kind ein Gefühl für digitale Medien erlangt, kann die ganze Familie die Zeit nutzen und den Zusammenhalt durch gemeinsame Medienerfahrungen stärken. Wir geben Ihnen Tipps, wie Medien Familienzeit bereichern können und erklären, warum der gemeinsame Medienkonsum förderlich für die Kindesentwicklung sein kann.

Die wichtigsten Informationen und Hinweise zum Thema Medienkompetenz für Kinder haben wir in unserem downloadbaren PDF für Sie nochmal zusammengefasst.

Wie nehmen Kinder Medien wahr?

Klein- und Grundschulkinder nehmen die Welt und die Ereignisse um sie herum anders wahr als ihre Eltern. Ihre Aufmerksamkeitsspanne ist noch begrenzt und sie können Zusammenhänge noch nicht vollständig erfassen. Bei ihnen kommen daher Medien „ungefiltert“ an. Erst in der Kindheit sammeln sie die Erfahrung, um Erlebtes und Gesehenes richtig einordnen zu können. Damit Ihr Kind diese wichtigen Erfahrungen sammeln kann, muss es die Welt mit allen Sinnen wahrnehmen und entdecken. Es ist daher empfehlenswert, Kinder nicht zu früh mit digitalen Medien zu konfrontieren, damit Erfahrungen der realen Welt nicht zu kurz kommen. In den ersten Lebensjahren nehmen Kinder digitale Medien vorrangig als Reizquelle wahr[1]. Flackernde Lichter und laute Geräusche ziehen die Aufmerksamkeit der Kleinen auf sich, ohne dass sie die Botschaften und den Sinn verstehen.

Mediennutzung – Ein kreativer Umgang mit Medieninhalten schult die Medienkompetenz.

Es ist daher wichtig, dass Eltern sich dieser Tatsache bewusst sind und ihre Kinder mit zunehmendem Alter gezielt und spielerisch bei der Mediennutzung unterstützen. Gerade weil uns digitale Medien in unserem Alltag umgeben, ist es ratsam, dass Sie Ihrem Kind einen bewussten Umgang mit Medien vorleben.

Mit zunehmendem Alter wächst auch die Aufmerksamkeitsspanne Ihres Kindes und es beginnt, sich zum Beispiel vermehrt für das Fernsehprogramm zu interessieren. Ältere Grundschulkinder können in der Regel schon sehr gut längeren Filmen folgen und sich für Wissenssendungen begeistern. Sie erkennen den Unterschied zwischen einem Film und einem Werbeclip und sind für Werbebotschaften empfänglich. Daher sollten Sie Ihrem Kind schon frühzeitig den richtigen Umgang mit Werbung erklären und so seine Medienkompetenz weiter schulen.

Gemeinsame Mediennutzung in der Familie

Eine Medienkompetenz eignen sich Kinder durch die Erfahrungen mit verschiedenen Medien an. Hier ist es förderlich, wenn sie dabei von ihren Eltern unterstützt werden und sich spielerisch das Wissen über und ein Gefühl für Medien aneignen.

In allen Altersstufen empfiehlt es sich, immer für genug Abwechslung und Alternativen zu digitalen Medien zu sorgen. Den Bewegungsdrang und Forschergeist Ihres Kindes können Sie durch ein anregungsreiches Umfeld abseits der Medien bestärken. Fördern Sie die individuellen Interessen und Begabungen Ihres Kindes in den unterschiedlichsten Bereichen wie zum Beispiel Musik, Tanz, Malerei und Sport. Auch das gemeinsame Spielen mit Gleichaltrigen sollte regelmäßig eingeplant werden.

Nachfolgend geben wir Ihnen Ideen und Empfehlungen, welche Medien für das jeweilige Alter Ihres Kindes geeignet sind und wie Sie diese in der Familie sinnvoll und zielgerichtet, aber auch spielerisch und kreativ einsetzen können. So können Sie gemeinsam lernen, Spaß haben und den verantwortungsvollen Umgang mit Medien schulen:[2]

Vorlesen, Malen und Bilder erklären – Kinder von 0-2 Jahren

Babys und jüngere Kleinkinder sollten noch nicht gezielt mit digitalen Bildschirmmedien wie Fernseher, Laptop oder Smartphone konfrontiert werden. Sie verstehen das Gesehene noch nicht und reagieren nur auf die akustischen und visuellen Reize. Allerdings merken Babys, worauf die Aufmerksamkeit der Eltern gerichtet ist. Sie kommunizieren über Augenkontakt, der die Eltern-Kind-Beziehung maßgeblich stärkt und Vertrauen aufbaut.[3] Ist die Aufmerksamkeit der Eltern allerdings auf Smartphone, Fernsehen und Co. gelenkt, kann dieser Augenkontakt nicht hergestellt werden.

Ab dem sechsten Lebensmonat ist das Bilderbuch das wichtigste Medium für Ihr Kind. Ab diesem Alter können Sie Ihrem Kind vermehrt vorlesen und die Bilder erklären. Motivieren Sie Ihr Kind dazu, die Bilder zu beschreiben – auch wenn es anfänglich nur erste Sprechversuche und einzelne Worte sind – und animieren Sie es, auf Dinge zu zeigen. So verbringen Sie viel Zeit mit Ihrem Kind, fördern die Sprachentwicklung und begleiten es bei seinen ersten Schritten in die Medienwelt.

CheckEinige Empfehlungen, wie viel Zeit Ihr Kind mit der aktiven Mediennutzung verbringen sollte und welche Regeln Sie beachten und setzen sollten, finden Sie in unserem Ratgeber „Regeln zur Mediennutzung für Kinder“.

CheckEinige Empfehlungen, wie viel Zeit Ihr Kind mit der aktiven Mediennutzung verbringen sollte und welche Regeln Sie beachten und setzen sollten, finden Sie in unserem Ratgeber „Regeln zur Mediennutzung für Kinder“.

Erste Schritte in der Welt der digitalen Medien – Kinder von 3-5 Jahren

Für Klein- und Vorschulkinder werden direkte Kontakte und Spielerfahrungen immer wichtiger, um die Welt kennenzulernen und zu entdecken. Auch hier sind Bücher meist der Hauptkontaktpunkt zur Medienwelt. Regen Sie beim Vorlesen die aktive Mitarbeit Ihres Kindes an und ermutigen Sie es aktiv zuzuhören. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die dargestellten Motive, lassen Sie es erklären, was auf den Bildern zu sehen ist, oder erfinden Sie gemeinsam ein alternatives Ende zu einer Geschichte. Kommunikation ist der Schlüssel dazu, aufgenommene Inhalte zu verarbeiten und daraus zu lernen. Durch gezielte Fragen animieren Sie Ihr Kind, über Gesehenes zu reflektieren und fördern so das Sprachgefühl, die Kreativität und die Kommunikationsfertigkeiten.

Mit zunehmendem Alter können Sie auch Bildschirmmedien langsam in Ihre gemeinsamen Aktivitäten einbeziehen. Digitale Bilderbücher oder die Fotosammlung auf dem Handy laden dazu ein, den Touchscreen zu entdecken. Ihr Kind kann auf Fotos bekannte Personen suchen oder an einem kurzen Skype-Gespräch mit der Oma teilnehmen. So bekommt es ein Gefühl dafür, dass Medien auch selbst aktiv genutzt werden können. Auch kurze, altersgerechte Fernsehsendungen können Sie zusammen mit Ihrem Kind ansehen und über das Geschehen auf dem Bildschirm sprechen.

Ab dem Vorschulalter ist Ihr Kind auch bereit für längere Geschichten ohne Bilder. Daher sollten Sie Ihrem Kind weiterhin vorlesen und auch kürzere Hörspiele anbieten. Sprechen Sie gemeinsam über die Handlung und die Figuren, überlegen Sie sich alternative Enden oder malen Sie zusammen Szenen aus der Geschichte. Das macht Spaß und schult das gezielte Zuhören. Konkrete Empfehlungen für kindgerechte Hör- und Bildschirmmedien finden Sie hier.

Digitale Medien Kinder – Gemeinsame Mediennutzung bringt Spaß.

HinweisAuch vernetztes Spielzeug ist eine spielerische Möglichkeit Ihrem Kind die Medienwelt näherzubringen. Durch gemeinsames Spielen und Ausprobieren der App-Funktionen können Sie so die Möglichkeiten digitaler Medien erkunden.

HinweisAuch vernetztes Spielzeug ist eine spielerische Möglichkeit Ihrem Kind die Medienwelt näherzubringen. Durch gemeinsames Spielen und Ausprobieren der App-Funktionen können Sie so die Möglichkeiten digitaler Medien erkunden.

Kreativität durch Medien fördern – Kinder von 6-7 Jahren

Junge Grundschüler trainieren täglich ihre Aufmerksamkeitsspanne in der Schule und sind daher auch bereit, längeren Handlungen zu folgen. Sie interessieren sich daher vermehrt für altersgerechte Kinder- und Wissensendungen. Schauen Sie diese Sendungen mit Ihrem Kind und diskutieren Sie über das, was Sie zusammen gelernt und gesehen haben. Stellen Sie gezielt Fragen zur Handlung und ermutigen Sie Ihr Kind auch, eigene Interpretationen und Einschätzungen über das Gesehene abzugeben. So lernt Ihr Kind über das Gesehene nachzudenken und zusammen können Sie dann noch offene Fragen klären.

Medien Kinder – Digitale Medien fördern die Kreativität Ihres Kindes.

In diesem Alter können Kinder auch lernen, mit Medien selbst kreativ zu werden. Mit einer altersgerechten Fotokamera oder einem Diktiergerät kann Ihr Kind selbst kleine Reportagen erarbeiten und seine Umgebung kreativ festhalten. Am Computer oder am Tablet können Sie Ihrem Kind zeigen, wie es die gemachten Fotos oder Videos bearbeiten kann (zuschneiden, drehen, darauf zeichnen etc.). Sie können sich zusammen Fotothemen überlegen und die gemachten Fotos bestaunen und in einem Album festhalten. Auf den ersten Reportage-Touren können Sie Ihr Kind begleiten. Sobald es sicher im Umgang mit der Kamera ist und Spaß daran gefunden hat, können Sie es auch ab und zu allein die Umgebung erkunden lassen.

Filme, Computer und Internet gemeinsam erleben – Kinder von 8-10 Jahren

Das Fernsehen rückt typischerweise immer weiter in das Interesse der Kinder. Sie können komplexen Handlungen nun viel besser folgen und lernen, eigene Qualitätskriterien an beispielsweise Filme oder Bilder anzusetzen. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, warum es einen Film, eine Figur oder eine Geschichte gut fand und welche Aspekte es vielleicht nicht so mochte. So entdeckt Ihr Kind langsam seine eigene Persönlichkeit und Sie erfahren mehr über seine Interessen und Vorlieben.

Längere Hörspiele können Sie Ihrem Kind jetzt ebenfalls anbieten. Diese können Sie gemeinsam anhören und anschließend kreativ werden: Spielen Sie eine Szene nach, überlegen Sie zusammen wie es nach dem Ende weitergehen könnte oder nehmen zusammen selbst ein Hörspiel auf. Der kreative Umgang mit Medien schult die Medienkompetenz und die Fantasie.

Auch den Computer und das Internet könnt Ihr langsam gemeinsam erforschen. Auf altersgerechten Seiten und Suchmaschinen könnt Ihr zusammen altersgemäße Webseiten suchen oder lustige Tierbilder ansehen. Auch ein kleines Quiz können Sie für Ihr Kind vorbereiten und gemeinsam die Antworten auf die Fragen finden. Zusammen lernen Sie so nicht nur den richtigen Umgang mit dem Internet, sondern finden auch einige neue Informationen über die Welt heraus. Kindgerechte Computerspiele muss Ihr Kind ebenfalls nicht allein entdecken. Setzen Sie sich zusammen vor den Computer und klicken Sie sich durch die Spiele. Mit den passenden Spielen kann Ihr Kind sogar seine Reaktionsfähigkeit und die Hand-Augen-Koordination verbessern.[4]

AchtungFür Filme, Apps und Spiele gibt es eine Altersfreigabe: die FSK. Diese gibt Ihnen eine Empfehlung, welche Medien für Ihr Kind geeignet sind.

AchtungFür Filme, Apps und Spiele gibt es eine Altersfreigabe: die FSK. Diese gibt Ihnen eine Empfehlung, welche Medien für Ihr Kind geeignet sind.

Smartphones und Social Media – Kinder von 11-13 Jahren

Ihr Kind entwickelt nun zunehmend seine individuelle Persönlichkeit. Dazu gehört, dass es einen eigenen Geschmack entwickelt und seine Meinung bewusst von anderen abgrenzt. In diesem Alter wollen Kinder typischerweise mehr Zeit allein verbringen – diesen Freiraum sollten Sie Ihrem Kind auch lassen. Dennoch muss das nicht heißen, dass Sie gar keine gemeinsame Zeit miteinander verbringen. Medien können hier helfen, Gesprächsthemen und Spielideen zu finden. Informieren Sie sich über die Lieblingsfiguren Ihres Kindes oder lassen Sie sich diese von Ihrem Kind erklären.

Auch Computer- und Konsolenspiele können Sie gemeinsam spielen und dabei Spaß haben. Lassen Sie sich von Ihrem Kind erklären, wie die Steuerung funktioniert und verbringen Sie so zusammen Zeit mit etwas, dass Ihrem Kind gefällt. Kindgerechte Jump-and-Run-Games verbessern zum Beispiel die Reaktionsfähigkeit und lehren den Umgang mit Niederlagen. Wenn Sie gegeneinander antreten, verbessert Ihr Kind außerdem die Fähigkeit mit Wettbewerbssituationen umzugehen und lernt die Regeln des FairPlay.

Zunehmend werden jetzt auch Social Media und Smartphones wichtiger für Ihr Kind. Reden Sie darüber wie es sich sicher in den sozialen Netzwerken verhält und welche Regeln es beachten sollte. Tauschen Sie interessante Webseiten aus, schicken Sie sich Fotos oder lustige Sprüche aus dem Internet – so lernt Ihr Kind spielerisch den Umgang mit sozialen Netzwerken und Sie bleiben auch online stets in Kontakt.

Fazit

Digitale Medien geben Familien viele Möglichkeiten, sich auszutauschen und sich aktiv miteinander zu beschäftigen. Sie eröffnen neue Gesprächsthemen, Spielideen, kreative Beschäftigungsmöglichkeiten und gemeinsame Medienerfahrungen. Diese Erlebnisse stärken den Familienverbund und schulen gleichzeitig die Medienkompetenz Ihres Kindes. Achten Sie dabei stets auf einen bewussten Umgang mit Medien, altersgerechte Inhalte und natürlich auf genügend Beschäftigungsmöglichkeiten außerhalb der digitalen Welt.

Quellen und weiterführende Literatur:

[1] https://www.saferinternet.at/fileadmin/categorized/Materialien/ISPA_Das_Internet_fuer_1_bis_11.pdf
(abgerufen am 08.08.2019)

[2] https://www.bzga.de/infomaterialien/kinder-und-jugendgesundheit/gut-hinsehen-und-zuhoeren-ratgeber-fuer-eltern/
(abgerufen am 18.07.2019)

[3] http://www.sicherebindung.at/bindungsentwicklung.htm
(abgerufen am 08.08.2019)

[4] https://sciencev2.orf.at/stories/1713503/index.html
(abgerufen am 23.07.2019)

Bildquellen:

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