Ein Blick über das Weinidyll des Burgenlandes

Fahrradregion Burgenland

Das Burgenland ist das östlichste der österreichischen Bundesländer. Durch sein besonderes Klima zählt es zu den sonnigsten und abwechslungsreichsten Landschaften Mitteleuropas[1]. Das Burgenland lässt sich regional in drei Gebiete einteilen, dem Neusiedler See im Norden, Mittelburgland und Südburgenland. Im Norden stellt der Neusiedler See den Mittelpunk dar[2], während Du gen Süden sanfte, hügelige Landschaften mit Naturparks und zauberhaften Flusslandschaften findest.[3]

Radtouren Burgenland

Das Burgenland gilt mit seinen fast 2.500 Kilometer markierten Radwanderwegen und den 322 Kilometer langen Mountainbike-Strecken als das ultimative Radlerparadies.[4] Für jeden Radbegeisterten ist dank der vielseitigen Beschaffenheit der Landschaft etwas dabei. Das Burgenländische Radwegnetz zeichnet sich außerdem durch eine hervorragende, einheitliche Markierung aus. Die Routen weisen nicht nur eine gute Beschilderung auf, die Wege selbst sind sogar entsprechend mit Bodenmarkierungen gekennzeichnet.

Neusiedler See Radwanderweg – Genussradeln am sonnenreichsten See Österreichs

In der Umgebung des teils in Ungarn liegenden Neusiedler Sees warten nicht weniger als 40 verschiedene Radwanderwege auf rund 1.000 Kilometer auf Dich.[5] Rund um den See fährst Du entlang des Schilfgürtels, vorbei an Weingärten, Feuchtwiesen und Salzlaken. Der Neusiedler See ist das Herzstück der gleichnamigen UNESCO Welterberegion, welche sich zwischen den Alpen und der Pannonischen Tiefebene befindet.[6] Durch das besondere Klima herrscht bereits von März bis Oktober ideales Radlerwetter. Im Folgenden kannst Du Dich auf einem besonders bezaubernden Abschnitt von der Schönheit des Neusiedler See Radwanderweges überzeugen:

«Entspann di» Neusiedler See Radweg

Strecke: 75 km

Dauer: 3 h 30 m

Schwierigkeit: leicht

Verlauf: Neusiedl am See – Weiden am See – Podersdorf am See – Illmitz – Mörbisch am See – Oggau am Neusiedler See – Donnerskirchen – Breitenbrunn am Neusiedler See – Winden am See – Jois – Neusiedl am See

„Entspann di“ - Pausieren in Jois am Neusiedler See

© Burgenland Tourismus / Peter Burgtaller

  • Am Hauptbahnhof in Neusiedl am See starten
  • der Beschilderung „B10“ folgen
  • in Illmitz die Fähre nach Mörbisch nehmen
  • ab Mörbisch der Beschilderung „B10“ folgen
  • Ankunft am Hauptbahnhof Neusiedl am See

Dieser Radweg zählt zu den beliebtesten der Region. Er wurde vom ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) mit 5 Sternen ausgezeichnet.[7] Wenn Du es besonders sportlich magst, kannst Du entweder auf eine Fahrt mit der Fähre verzichten und den kompletten Neusiedler See umfahren oder an einer etwas südlicher gelegenen Stelle die Fähre nehmen. Bei einer kompletten Umfahrung des Sees bleibst Du nicht nur in Österreich, sondern fahrst im südlichen Abschnitt auf ungarischem Grund und Boden.

Ein flächendeckendes Radfährennetz transportiert Sie bei Bedarf bequem über und um den See. Die Fahrpläne finden Sie vor Ort oder auch unter https://www.neusiedlersee.com/de/aktivitaeten/sport-bewegung/radfahren/radfaehren.html

InformationIn Ungarn gilt Warnwestenpflicht in der Dämmerung, bei schlechter Sicht und in der Dunkelheit. Nimm außerdem Deinen Personalausweis oder Reisepass bei der Überquerung der Grenze nach Ungarn mit.

InformationIn Ungarn gilt Warnwestenpflicht in der Dämmerung, bei schlechter Sicht und in der Dunkelheit. Nimm außerdem Deinen Personalausweis oder Reisepass bei der Überquerung der Grenze nach Ungarn mit.

Der Kirschblütenradweg – Vorbei an tausend und einem Kirschbaum

Wie der Name schon verrät, ist der Kirschblütenradweg besonders im Frühling beeindruckend. Die schier unendlich scheinenden Kirschbaumplantagen lassen Dich durch eine ganz besonders schöne Kulisse radeln. Doch wartet dieser Radweg nicht nur mit seiner Blütenpracht auf, die Tour verläuft ebenfalls durch den Welterbe-Naturpark Neusiedler See – Leithagebirge und bietet neben den blühenden Obstbäumen eine eindrucksvolle Landschaft. Die Strecke ist anspruchsvoll und ermöglicht ambitionierten Radlern reichlich Abwechslung.

Der Kirschblütenradweg

Strecke: 43 km

Dauer: 3 h

Schwierigkeit: mittel/schwer

Verlauf: Jois – Breitenbunn am Neusiedler See – Purbach am Neusiedler See – Donnerskirchen – Winden am See

  • Beginn in Jois – Anfahrt über Neusiedl am See möglich
  • zunächst nördlich fahren
  • nach 2,5 km links halten Richtung Breitenbrunn am Neusiedler See
  • entlang des östlichen Fußes des Leithagebirges fahren
  • weiter Richtung Süden radeln durch Purbach am Neusiedler See
  • links halten und weiterfahren nach Donnerskirchen
  • weiter nach Winden am See radeln
  • zurück zum Ausgangspunkt in Jois
Am Kirschblütenradweg im Burgenland picknicken

© Burgenland Tourismus / Peter Burgtaller

Der durchweg asphaltierte Kirschblütenradweg bietet durch seine sehr gute Beschilderung auf 43 Kilometern stets einen angenehmen Fahrkomfort.[8] Eine Tour auf diesem Radweg lohnt sich, ganz gleich ob Du die herrliche Blütenpracht der unzähligen Kirschbäume im Frühjahr genießst oder im Sommer den Radweg besuchst, wenn die Bäume ihre Früchte tragen. Aufgrund der teils steilen Anstiege eignet sich diese Strecke besonders gut für sportliche Radbegeisterte. Durch die höhere Lage bietet sich ein herrlicher Rundblick über den Neusiedler See bis hin zur Tiefebene Ungarns. Je nach Saison kannst Du kulinarisch empfehlenswerte Zwischenstopps einlegen. Da das Burgenland bekannt für seine köstlichen Weine ist, wirst Du Dich der ein oder anderen Verkostung nicht verwehren können.

Der Kirschblütenradweg zieht besonders im Frühjahr und Sommer wegen der blühenden Kirschplantagen Besucher an, hat aber auch im Herbst einiges zu bieten. Wenn die Weintrauben reif sind, kannst Du geführte Weintouren unternehmen und den Winzern bei ihrem Handwerk zuschauen.[9]

InformationDas Nordburgenland liegt zu großen Teilen in der Pannonischen Tiefebene. Das Klima in dieser Region zeichnet sich besonders durch seine heißen Sommer und nicht zu kalten Winter aus. Durch die vielen Sonnentage wird das Burgenland auch „Land der Sonne“ genannt.[10]

InformationDas Nordburgenland liegt zu großen Teilen in der Pannonischen Tiefebene. Das Klima in dieser Region zeichnet sich besonders durch seine heißen Sommer und nicht zu kalten Winter aus. Durch die vielen Sonnentage wird das Burgenland auch „Land der Sonne“ genannt.[10]

Die Paradiesroute – Erleben und Entdecken im Südburgenland

Die Streckenlänge der burgenländischen Paradiesroute beträgt stattliche 260 Kilometer.[11] Wie der Name schon verspricht, ist diese Route sprichwörtlich paradiesisch. Nicht nur für Radfahrer, sondern auch für Naturliebhaber und Kulturfans, ist der Name hier Programm. Der Paradies-Radweg führt durch drei Naturparks, zauberhafte Flusslandschaften sowie alte Dörfer mit verträumten Schlösschen und historischen Burgen. Dank der Einteilung in mehreren Etappen kannst Du ganz nach Deinen Vorlieben eine Route bestimmen. Hier erfährst Du mehr über die Etappe durch das Lafnitztal:

Die Lafnitz-Etappe

Strecke: 48 km

Dauer:  3 h 30 min

Schwierigkeit: mittel

Verlauf: Neustift an der Lafnitz – Loipersdorf-Kitzladen – Markt Allhau – Wolfau – Stinitz – Neudau – Burgau – Deutsch Kaltenbrunn – Rudersdorf

Das Lafnitzufer entlang der Paradiesroute

© Christian Krammer

Das Lafnitzufer entlang der Paradiesroute

© Christian Krammer

  • Start ist am „Tor zum Paradies“ in Neustift an der Lafnitz
  • dem ausgeschilderten Radweg entlang der Lafnitz folgen
  • vorbei an der Skulptur „Wing of an Angel“ von Andreas Lehner
  • durch Loipersdorf-Kitzladen fahren
  • durch Markt Allhau hindurch
  • der Beschilderung weiter durch das Naturschutzgebiet folgen
  • den Wörterberg passieren
  • die Lafnitz in Höhe Stinatz überqueren
  • durch Neudau fahren in Richtung Burgau
  • von Burgau nach Deutsch Kaltenbrunn radeln
  • weiter bis nach Rudersdorf, dem Etappenziel

Entlang der Lafnitz wartet eine einzigartige Flora und Fauna auf Dich. In den nahezu unberührten Flusslandschaften entdeckst Du eine unglaubliche Artenvielfalt, vom Eisvogel bis zur Trollblume. Die Strecke ist geprägt von den zahlreichen Schlingen der Lafnitz sowie von Inseln, Sandbänken und Altwässern. Diese Etappe führt Dich durch die botanischen Highlights der Paradiesroute und ist somit nicht durchgehend asphaltiert. In den historischen Städtchen und Gemeinden, die Deinen Weg säumen, wirst Du zum Rasten und Genießen eingeladen. Insbesondere in den urigen Gasthäusern und Mostbuschenschenken der Gemeinde Markt Allhau lohnt es sich einzukehren. Hier gingen bereits Kelten und die alten Römer ein und aus.[12] Solltest Du Dich dazu entscheiden, die Route von hinten auf zu fahren, so empfiehlt es sich, den Tag auf der großen Liegewiese in Neustift ausklingen zu lassen. Mit Wasserrutsche und Kinderspielplatz ist dieser Ausklang perfekt für Familien.

InformationBesonders Naturparks bieten schöne Möglichkeiten zum Rasten an. Mit ausreichend Proviant und einem Müllbeutel zur Entsorgung der anfallenden Abfälle bist Du flexibel und hältst die Natur sauber.

InformationBesonders Naturparks bieten schöne Möglichkeiten zum Rasten an. Mit ausreichend Proviant und einem Müllbeutel zur Entsorgung der anfallenden Abfälle bist Du flexibel und hältst die Natur sauber.

Tourismusbüros in Burgenland

Du hast die Möglichkeit, in den verschiedenen Tourismusbüros der Region ganz gezielt Informationen zu den Besonderheiten der Radwege, mögliche Alternativen und natürlich über die schönsten Sehenswürdigkeiten zu erfragen. Die wichtigsten Adressen haben wir hier für Dich zusammengefasst:

Neusiedler See Tourismus GmbH

Website:
www.neusiedlersee.com

E-Mail:
info@neusiedlersee.com

Telefon:
+43 2167 8600

Burgenland Tourismus GmbH

Website:
www.burgenland.info

E-Mail:
info@burgenland.info

Telefon:
43 2682 63384-0

Tourismusverband Region Oberwart

Website:
www.suedburgenland.info

E-Mail:
info@suedburgenland.info

Telefon:
+43 3352 3176150

Fazit

Das Burgenland verspricht Genussradlern atemberaubende Naturlandschaften und vielfältige kulturelle Erlebnisse. Die Landschaften sind dank der besonderen klimatischen Bedingungen atemberaubend schön und daher bestens geeignet für ausgedehnte Radtouren. Mit circa 300 Sonnentagen im Jahr bleibst Du bei Deinem Fahrradurlaub in Burgenland garantiert auf der Sonnenseite. Wenn Du Dich für weitere herrliche Radfahrregionen in Österreich interessierst, findest Du hier unsere Ratgeber für Oberösterreich und Tirol.

Quellen und weiterführende Literatur:

[1]https://www.burgenland.info/de/start.html
(abgerufen am 12.02.20)

[2]https://www.radtouren.at/radtouren/neusiedler-see-radweg/
(abgerufen am 12.02.20)

[3]https://www.burgenland.info/de/aktivitaeten/sport/rad-bike/top-radrouten-burgenland/paradiesroute-suedburgenland.html
(abgerufen am 12.02.20)

[4]https://www.burgenland.at/themen/tourismus/radlerland-burgenland/rad/
(abgerufen am 12.02.20)

[5]https://www.neusiedlersee.com/de/aktivitaeten/sport-bewegung/radfahren/radwege.html
(abgerufen am 12.02.20)

[6]https://www.unesco.at/kultur/welterbe/unesco-welterbe-in-oesterreich/ferto-neusiedler-see/
(abgerufen am 12.02.20)

[7]https://www.adfc.de/artikel/radreiseanalyse-2019-radtourismus-waechst-zweistellig/
(abgerufen am 12.02.20)

[8]https://www.neusiedlersee.com/de/tour/7/kirschbluetenradweg.html
(abgerufen am 12.02.20)

[9]http://www.jois.info/de/wein-kulinarik/weinveranstaltungen
(abgerufen am 12.02.20)

[10]https://www.burgenland.info/de/aktivitaeten/wellness/gesundheit/sonne.html
(abgerufen am 12.02.20)

[11]https://regio.outdooractive.com/oar-suedburgenland/de/tour/fernradweg/paradiesroute/10062687/
(abgerufen am 12.02.20)

[12]https://regio.outdooractive.com/oar-suedburgenland/de/tour/fernradweg/paradiesroute-etappe-2/12181857/
(abgerufen am 12.02.20)