Skihelm ist ein Muss für Jedermann
Für Kinder und Jugendliche bis zu 15 Jahren gilt eine Helmpflicht auf österreichischen Pisten sowie beim Fahren mit Wintersportgeräten. Dies gilt auch beim Rodeln auf präparierten Pisten. Selbst wenn es für Erwachsene keine gesetzlichen Vorgaben zum Tragen eines Skihelmes gibt, solltest Du zum eigenen Schutz einen Helm tragen. Er schützt deinen Kopf und verhindert Schädelfrakturen oder Schlimmeres. Beim Kauf musst du nicht zwingend auf teure Markenware zurückgreifen. Viel wichtiger sind die folgenden Merkmale eines guten Skihelms:
Die europäische Norm EN1077 gewährt Steifigkeit und Schutz gegen das Eindringen von spitzen Gegenständen. Bedeutende Prüfsiegel sind zum Beispiel CE, TÜV oder GS.
Wichtig sind die richtige Passform und Grösse: Der Helm darf auch ohne Kinnriemen keineswegs rutschen. Das prüfst du am besten, indem du den Kopf zügig hin und her bewegst. Wenn sich die Kopfhaut mitbewegt, hast du die richtige Grösse gefunden.
Das Band am Kinn sollte festsitzen und dich dennoch in keiner Form beeinträchtigen. Wichtig ist, dass das Kinnband komplett gepolstert ist, also auch im Bereich des Verschlusses. Im Idealfall probierst du gleich aus, ob du den Verschluss mit angezogenen Handschuhen betätigen kannst.
Der Skihelm sollte, auch ohne Sturz, alle drei bis fünf Jahre ausgetauscht werden, um Materialermüdung zu vermeiden.
Die richtige Skibrille
Die Brille sollte stabil sein und ohne Druckstellen gut sitzen. Zwischen der Aussparung des Helms und der Brille darf keine Zugluft eindringen. Deshalb ist es am besten, den Helm zuerst zu kaufen und für die Anprobe der Brille mitzunehmen.
Das Brillenglas wiederum muss vor UV-Strahlung schützen und bei verschiedenen Lichtverhältnissen optimale Sicht gewähren. Dafür gibt es auch Brillen mit Wechselscheiben. Unbedingt erforderlich ist hier auch Bruch- und Stossfestigkeit, damit du beim Sturz keine Splitter ins Auge bekommst.
Moderne Skibrillen haben obendrein eine Beschichtung, die das Anlaufen der Brille verhindert, «Fogstop» genannt. Es werden alternativ auch Varianten mit Ventilatoren und Belüftungsschlitzen angeboten. Nach dem Ausflug auf die Piste muss die Brille natürlich trocknen können.
Brillenträger können auf spezielle Modelle verschiedener Hersteller zurückgreifen, die das kombinierte Tragen der sehkorrigierenden Brille mit der Skibrille zulassen. Alternativ fertigen auch viele Optiker Skibrillen mit Sehstärke an.
Skihandschuhe
In erster Linie schützen Handschuhe deine Hände vor Schürfwunden und Kälte. Daher sollten sie aus strapazierfähigem, windabweisendem und wasserdichtem Material bestehen. Achte darauf, Skihandschuhe nie zu klein zu kaufen, da die Blutzirkulation sonst beeinträchtigt wird und du schneller kalte Hände bekommst. Einige Skihandschuhe haben im Bereich der Handgelenke zusätzliche Protektoren eingearbeitet, um im Falle eines Sturzes den Aufprall abzufangen.
__________
Bedenke, dass ...
Viele Unfälle geschehen am Nachmittag, wenn Kraft und Konzentration nachlassen. Schätze dich ehrlich ein und sei mit den Schwierigkeitsmarkierungen der Pisten vertraut, damit du dich nicht am Ende des Tages überforderst.
__________
Rückenprotektoren
Vor allem aus dem Profisport bekannt, tragen mittlerweile auch immer mehr Amateure diesen Rückenschutz. Er soll verhindern, dass spitze Gegenstände zum Rücken durchdringen und zudem die Aufprallkräfte bei einem Sturz dämpfen. Es gibt die Rückenprotektoren zum Umschnallen oder integriert in eine Weste, als sehr sichere Hard- oder komfortablere Softshellvariante. Egal, für welche Variante du dich entscheidest: Der Protektor muss gut sitzen und Deine Wirbelsäule vollständig bedecken. Du solltest auf die Zertifizierung nach DIN EN 1621-2 achten, diese garantiert jeweiligen Schutz vor festgelegten Kräften. Ausserdem sollte der Protektor möglichst temperatur- und feuchtigkeitsbeständig sein sowie eine Mindestschutzzone haben. Ebenso gilt hier, dass du ihn nach ca. fünf Jahren oder bei Beschädigungen tauschen sollten.
Der richtige Skischuh
Ein Skischuh erfüllt mehrere Aufgaben. Er muss vor Verletzungen, insbesondere des Sprunggelenks, schützen und die Kraft aus dem Gelenk beim Fahren auf den Ski übertragen. Da jeder Fuss individuell geformt ist, kann keine generelle Empfehlung zur Form des Schuhs gegeben werden. Im Fachgeschäft kannst du deine Füsse mit einem Scanner vermessen lassen. Spätestensnach acht Jahren solltest du Skischuhe ersetzen: Die Sohle trägt sich ab und das Material wird spröde. Gelagert werden sie am besten trocken und mit geschlossenen Schnallen.
Fazit: Sicherheit beim Skifahren: Mit dem richtigen Verhalten sicher ans Ziel
Skifahren soll vordergründig Spass machen. Wenn du die allgemeinen Verhaltensregeln beachtest und deine eigenen Fähigkeiten realistisch einschätzt, steht dem auch nichts im Wege. Vor allem gegenseitige Rücksichtnahme ist auf der Skipiste oberstes Gebot. Eine wichtige Grundvoraussetzung für sicheres Ski-Vergnügen ist auch die richtige Ausrüstung. Diese muss nicht unbedingt teuer sein, aber bestimmte Normen erfüllen und vor allem perfekt passen. Am besten lässt du dich hierzu im Fachgeschäft beraten.
Alle Infos für das sichere Verhalten auf der Skipiste als PDF zum Ausdrucken.