Internetsicherheit: Tipps zum Umgang mit Google, Apps und Werbeanzeigen
Auch wenn du euren PC mit Antivirenprogrammen absicherst, ist eine vollständige Datensicherheit nicht automatisch garantiert. Daher ist es wichtig, auch als Nutzer auf Datenschutz im Internet zu achten, und nur die Daten preiszugeben, die wirklich nötig sind.
Vielleicht nutzt ihr Zuhause Google als Suchmaschine oder besitzt ein Google-Konto, um Apps auf dem Smartphone zu installieren. Wenn ihr Google-Dienste in Anspruch nehmt, werden beispielsweise Standorte, Browserverlauf und genutzte Apps gespeichert. Überprüft regelmässig eure Sicherheits- und Privatsphäre-Einstellungen und passt sie gegebenenfalls an, um zum Beispiel den Standort- oder Suchverlauf zu deaktivieren.
Zudem gibt es gute Alternativen zu Google als Suchmaschine. DuckDuckGo legt einen hohen Wert auf Datenschutz, Ecosia ist ökologisch inspiriert und investiert seine Gewinne in den Umweltschutz und die Aufforstung. Auch für Kinder existiert mittlerweile eine grosse Auswahl kindgerechter Suchmaschinen und Internetseiten, wie zum Beispiel fragFINN, Blinde Kuh oder Das Internet-ABC. Diese kannst du auch als Startseite festlegen, damit dein Kind sofort sicher surfen kann. Auch mit dem Google-Dienst SafeSearch kannst du verhindern, dass deinem Kind unangemessene Inhalte angezeigt werden.
Pop-up-Werbung begegnet deinem Kind nicht nur im Internet – immer öfter finden sich Werbeanzeigen auch in Spielen wieder, um zu In-Game- oder In-App-Käufen zu animieren. Gerade Kinder und Jugendliche sollten daher für diese Einblendungen sensibilisiert und darüber aufgeklärt werden, welche unerwünschten Kosten durch solche Anzeigen entstehen können. Hilfreich ist es, wenn ihr gemeinsam digitale Medien kennenlernt und Spiele mit der passenden Altersangabe auswählt. Den Umgang mit Werbung in diesen Spielen solltest du mit deinem Kind besprechen und nachvollziehbare Regeln zur Mediennutzung festlegen.
Auch bei heruntergeladenen Apps solltet ihr Datenschutzeinstellungen und Berechtigungen stets genau prüfen. Auf vielen Smartphones kannst du zum Beispiel die In-App-Käufe ausschalten oder ein Kennwort einstellen, das bei jedem Einkauf eingegeben werden muss. Auch die Standortausschaltung und eine Kindersicherung mit automatischer Zeitbegrenzung sind möglich. Bei Windows kannst du eine Kindersicherung für das Internet und den Computer einrichten. Dafür erstellst du eine Familiengruppe und legst dein Kind als neuen Benutzer mit der Rolle „Kind“ an. So kannst du beispielsweise Zeitlimits festlegen und den Browser kindersicher machen.