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Leseförderung für Kinder: Tipps und Infos

Lesen lernen leicht gemacht

Lesen ist eine Schlüsselkompetenz, auf die Menschen ihr gesamtes Leben lang zurückgreifen. Das Ziel der Leseförderung ist es daher, die Lesefähigkeit von Kindern zu steigern. Bereits in der Vorschule eignen sich Kinder Schritt für Schritt verschiedene Fertigkeiten an, die sie später zum Lesen benötigen. Dadurch werden nicht nur geistige Fähigkeiten wie die Kreativität, Konzentration oder der Wortschatz gefördert. Lesen kann auch beim Stressabbau helfen und wirkt entspannend.

Neben der Leseförderung in der Schule sollte das Lesenlernen auch in der Freizeit unterstützt werden. Zudem gibt es zahlreiche außerschulische Möglichkeiten, die das Lesenlernen für Kinder aufregend gestalten und sie dafür begeistern. In diesem Ratgeber sammeln wir wichtige Informationen und Hinweise rund um die Bedeutung des Lesens für Kinder, Möglichkeiten der Leseförderung im Alltag sowie konkrete Ideen, wie Kinder spielerisch Lesen lernen können.

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Der Österreichische Vorlesetag

Ein wichtiger Bestandteil der Leseförderung ist das Vorlesen. Daher widmet sich der Österreichische Vorlesetag diesem bedeutenden Aspekt des Lesenlernens. Ein jährlich wechselndes Motto gibt einen Rahmen für die Geschichten vor, die an diesem Tag gelesen werden – zum Beispiel „LESEN. Deine Superkraft“. Dabei steht allerdings weniger die Art der Geschichte im Mittelpunkt, sondern vor allem die Freude am Lesen. Mitmachen kann dabei jeder, der Spaß am Vorlesen hat. Vorleseaktionen können in Kitas, Schulen oder Bibliotheken stattfinden. Natürlich können Eltern die Gelegenheit auch nutzen, um ihren Kindern am Aktionstag eine thematisch passende Geschichte zu Hause vorzulesen.



Abseits des Vorlesetags finden in regelmäßigen Abständen auch Vorlesestunden in Bibliotheken, Jugendeinrichtungen, Kindergärten oder Schulen statt. Ehrenamtlich Engagierte lesen dabei Kindern Bücher vor, um sie dazu zu motivieren, auch selbst einmal zu einem Buch zu greifen. Wie das Vorlesen zu Hause klappt, verraten wir in unserem dazugehörigen Artikel.

Tipp

Jeder kann vorlesen. Möchtest auch du dich als ehrenamtlicher Vorlesepate engagieren, kannst du dich zum Beispiel beim Österreichischen Roten Kreuz unter www.roteskreuz.at/ich-will-helfen/freiwillig-beim-lernen-helfen informieren.

Interesse am Lesen wecken durch Lese-Veranstaltungen

Um dein Kind an verschiedene Bücher heranzuführen, kann die Teilnahme am Literaturfestival „Österreich liest. Treffpunkt Bibliothek“ vorteilhaft sein. Dieses Event findet in Bibliotheken in ganz Österreich statt und dauert eine Woche. Auf dem Festival gibt es

  • Buchpräsentationen

  • Literaturcafés

  • Bilderbuchkinos

  • Bücherflohmärkte

  • Lesungen

und vieles mehr. Das Literaturfestival richtet sich an jede Altersgruppe.

Ein Lesefestival, das sich speziell an Kinder richtet, ist „LESERstimmen – Der Preis der jungen LeserInnen“. Dabei wählt eine Expertenjury zwölf Kinder- und Jugendbücher aus. Anschließend veranstalten Bibliotheken Lesungen, Workshops und Leseanimationen, bei denen die Autoren ihre Bücher präsentieren und sich mit Kindern darüber austauschen können. Die Kinder haben dann die Möglichkeit, für ihr Lieblingsbuch zu stimmen und so einen Gewinner zu küren.

Leseförderung durch Bibliotheken

Bibliotheken spielen eine zentrale Rolle bei der Leseförderung und tragen maßgeblich zur Entwicklung von Lese-, Medien- und Informationskompetenzen bei. Sie ermöglichen Kindern den Zugang zu gedruckten und elektronischen Lesemedien und unterstützen somit nicht nur den Prozess des Lesenlernens, sondern fördern auch die Lesemotivation.

Spielerische und interaktive Angebote

Durch spielerische und interaktive Angebote leisten Bibliotheken einen wichtigen Beitrag dazu, Kinder zum selbstständigen Lesen anzuregen und zu motivieren. Einige Aktionen dienen dazu, Kinder an die Bibliotheksumgebung heranzuführen: Durch einen „Bibliotheksführerschein“ oder bei einer „Bücherrallye“ sollen sie mit dem Angebot und den Möglichkeiten der Bibliothek bekannt gemacht werden. Andere Angebote sollen neugierig machen und die Lust am Lesen wecken, indem sie zum Beispiel Buchvorstellungen anschaulich und interessant gestalten. Beliebte Formate sind zum Beispiel die „Lesekiste“, das „Bücherbingo“ oder ein „Book-Slam“, bei denen die Inhalte und Eigenschaften verschiedener Bücher genauer unter die Lupe genommen werden.

In vielen Bibliotheken werden auch vermehrt Angebote für Kleinkinder ausgebaut, um die Entwicklung der Sprach- und Lesekompetenz bereits im frühen Kindesalter zu unterstützen und Kinder bereits frühzeitig mit der Bibliothek als Leseort vertraut zu machen. Bei Veranstaltungen für Kinder unter 6 Jahren sind zum Beispiel das Bilderbuchkino oder das sogenannte Kamishibai-Erzähltheater beliebte Formate.

Vorlesestunden und (thematische) Lesenächte

Ein wesentlicher Bestandteil der Leseförderung in Bibliotheken sind selbstverständlich die regelmäßigen Vorlese-Aktionen und Vorlesestunden. Diese Veranstaltungen richten sich an verschiedene Altersgruppen und bieten eine interaktive und unterhaltsame Möglichkeit, Kinder an die Welt des Lesens heranzuführen. Durch das gemeinsame und interaktive Erleben von Geschichten kann nicht nur die Leselust gesteigert, sondern auch die Medienkompetenz geschult werden.

Lesenächte sind Veranstaltungen, die in einem kleineren Rahmen in Schulen oder Bibliotheken stattfinden. Die Kinder übernachten dort und verbringen den Abend damit, gemeinsam zu lesen und Geschichten zu erzählen. Dadurch wird das Lesenlernen zu einem Abenteuer, das dein Kind mit seinen Freunden zusammen erlebt. Das hilft dabei, die Inhalte der Geschichten bewusster wahrzunehmen und durch Zeichnen oder Singen eine Verbindung zur Realität herzustellen.

Autorenlesungen

Für Kinder mit fortgeschrittener Lesekompetenz eignen sich zudem Autorenlesungen. Dabei tragen Autorinnen und Autoren ihre Werke beispielsweise in einer Bibliothek oder Buchhandlung vor. Kinder haben die Möglichkeit, über die Geschichten mit den Autorinnen und Autoren selbst zu diskutieren und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen. Das fördert das Textverständnis deines Kindes.

Vorlesewettbewerbe als Anreiz zum Lesenlernen

Bei Lesewettbewerben können Kinder ihre Lesefähigkeit unter Beweis stellen und Urkunden, Medaillen oder Preise gewinnen. Ein Vorlesewettbewerb hat das Ziel, die Freude am Lesen bei Kindern zu wecken. Zunächst finden Wettbewerbe innerhalb von Schulklassen und Schulen statt. Die besten Leserinnen und Leser treten dann um Beispiel innerhalb der Stadt gegeneinander an. Häufig finden diese Entscheide in Bibliotheken oder Buchhandlungen statt. Im bundesweiten Finale wird die beste Leserin oder der beste Leser gekürt und mit einem Pokal ausgezeichnet. Neben der Lesekompetenz fördert ein Vorlesewettbewerb auch das Selbstbewusstsein und die sprachlichen Kompetenzen der Kinder. Zudem veranstalten Bibliotheken oder Lesevereine auch freie Vorlesewettbewerbe, an denen Kinder ohne Beschränkungen teilnehmen können.

Tipp

Kriterien bei einem Vorlesewettbewerb sind unter anderem sicheres, deutliches und flüssiges Lesen, eine sinngemäße Betonung und ein angemessenes Lesetempo.

Sommerferien-Leseclubs und Leseolympiaden

Viele Bibliotheken bieten spezielle Leseförderprogramme für ältere Kinder an. Ein Beispiel sind Ferien- bzw. Sommer-Leseclubs, bei denen Kinder dazu motiviert werden sollen, während der Sommerferien zu lesen. In teilnehmenden Bibliotheken können sich Kinder für den Leseclub anmelden, erhalten ihren Lesepass und leihen die ersten Bücher aus. Für jedes gelesene Buch erhalten die Kinder von den Bibliotheksmitarbeitenden einen Stempel. Im Rahmen der Sommerleseaktionen finden auch Gewinnspiele statt und können Preise gewonnen werden.

Ein ähnliches Angebot von Bibliotheken zur Förderung der Lesekompetenz sind Leseolympiaden. In der Bibliothek wird dazu eine Karte mit mehreren Stationen aufgehängt. Die Kinder basteln Pappfiguren und befestigen diese an der Karte. Mit diesen Figuren ziehen sie von Station zu Station. Um die nächste Station zu erreichen, müssen die Kinder eine bestimmte Anzahl an selbst gewählten Büchern oder Texten lesen und den Inhalt anschließend kurz mit der Bibliothekarin bzw. dem Bibliothekar besprechen. Außerdem notieren sie sich das gelesene Buch in einem Lesetagebuch. Der Vorteil einer solchen Leseolympiade ist, dass die teilnehmenden Kinder die Bücher in ihrem eigenen Tempo lesen können, denn ein Zeitlimit wird nicht vorgegeben. Sind die Kinder alle Stationen auf der Karte mit ihren Pappfiguren abgelaufen, haben sie die Leseolympiade erfolgreich abgeschlossen.

Tipp

In vielen Städten gibt es auch Leseclubs, die speziell Kinder unterstützen, die Schwierigkeiten beim Lesenlernen haben. Dort wird den Kindern in einer geschützten Umgebung und ohne Leistungsdruck das Lesen spielerisch nähergebracht. In Leseclubs finden unter anderem Vorlesestunden, Buchvorstellungen oder Rollenspiele statt.

Warum ist Lesen wichtig für Kinder?

Die Lesekompetenz wird in allen Lebensbereichen benötigt. Sie ist eine wichtige Voraussetzung, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Wenn Kinder bereits frühzeitig das Lesen üben, hat das nicht nur positive Auswirkungen auf ihre schulische Laufbahn, sondern auch auf viele weitere Bereiche ihres Lebens. Beim Lesen können Kinder unter anderem ihre Konzentrationsfähigkeit verbessern, soziale Kompetenzen schulen und sogar Stress abbauen. In diesem Artikel erklären wir, warum das Lesen für Kinder so wichtig ist.

Gründe fürs Lesen

Vorlesen: Tipps für das gemeinsame Lesen

Vorlesen ist der erste Schritt, um Kinder an das Lesen heranzuführen. Beim gemeinsamen Lesen können Eltern mit ihren Kindern Geschichten zum Leben erwecken und so das Lesen als ein spannendes Abenteuer gestalten. Das Interesse an Büchern wird bei Kindern somit schon frühzeitig gefördert. Wir zeigen, wie sich Vorlesen auf Kinder auswirkt und mit welchen Tipps und Tricks das gemeinsame Lesen zum Erfolg wird.

Leseförderung durch Vorlesen

Leseförderung im Alltag

Bei Leseübungen brauchen Kinder häufig Unterstützung und Begleitung – nicht nur in der Schule, sondern auch zu Hause. In einer gewohnten und ruhigen Umgebung können Eltern ihren Kindern dabei helfen, das Lesen zu lernen und Herausforderungen spielerisch zu meistern. Dabei sollten die individuellen Bedürfnisse des Kindes immer im Vordergrund stehen. Dieser Artikel erklärt, wie Eltern auch im Alltag die Lesekompetenz ihrer Kinder fördern können.

Leseförderung zu Hause

Kinder zum Lesen motivieren

Manchen Kindern fällt es leichter als anderen, sich für das Lesen zu begeistern. Für den Ausbau der Lesekompetenz ist regelmäßiges Lesen allerdings von großer Bedeutung. Wenn Kinder sich nur wenig für Bücher interessieren, können Eltern verschiedene Anreize schaffen, um sie dennoch zum Lesen zu motivieren. In diesem Artikel stellen wir verschiedene Möglichkeiten vor, wie Eltern ihre Kinder dabei unterstützen können, die Freude am Lesen zu entdecken und ihre Lesefähigkeiten zu verbessern.

Lesemotivation steigern

Spielerisch Lesen lernen in der Vorschule

Bevor Kinder mit dem Lesen beginnen, müssen sie zunächst Laute und Buchstaben kennenlernen und ein Gefühl für Wörter entwickeln. Schon im Vorschulalter können kleine Übungen dazu beitragen, die Lesekompetenz von Kindern zu fördern und sie somit auf das Lesenlernen in der Schule vorzubereiten. Dieser Artikel verrät, wie sich Kinder spielerisch an das Lesen heranführen lassen.

Spielerisch Lesen lernen

Lesespiele und Lese-Apps für Volksschulkinder

Um das Lesenlernen für Kinder interessanter zu gestalten, eignen sich Lesespiele und Lese-Apps. In kleinen Gruppen oder allein können Kinder ihre Lesekompetenz auf spielerische Weise ausbauen. Gleichzeitig entwickeln sie Freude am Lesen. Wir stellen verschiedene Lesespiele und Apps vor, die Kinder beim Lesenlernen unterstützen können.

Lesespiele und Apps

Mehrsprachige Leseförderung

Mehrsprachigkeit ist im Kita- und Schulalltag oft eine Herausforderung und Chance zugleich: Die Wertschätzung der Herkunftssprache fördert die Lesemotivation und unterstützt den Zweitspracherwerb von Kindern, die Deutsch als Zweitsprache lernen. Aber auch Kinder, die zuhause nur Deutsch sprechen, können vom frühen Kontakt mit anderen Sprachen profitieren. In diesem Artikel gehen wir darauf ein, welche Vorteile das gemeinsame Lesen und Vorlesen in verschiedenen Sprachen für Kinder hat und wie Mehrsprachigkeit gefördert werden kann.

Mehrsprachigkeit bei Kindern fördern

Leseförderung mit Comics

Comics sind ein hervorragendes Mittel zur Leseförderung. Ihre spannenden Geschichten und das einsteigerfreundliche Text-Bild-Verhältnis erleichtern Leseanfängern und Weniglesern den Zugang zu Erzählungen, fördern die Lesefreude und schulen das sinnerfassende Lesen. So können Kinder schnell Fortschritte beim selbstständigen Lesen machen und werden durch ihre Erfolge motiviert, sich schrittweise auch komplexeren Texten zuzuwenden. In diesem Artikel zeigen wir, wie Comics das Lesenlernen unterstützen können.

Mit Comics lesen lernen

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Quellen und weiterführende Informationen

https://www.bvoe.at/news/lesefoerderung 
(aufgerufen am 08.09.2026)

https://www.lesefoerderung.de/freizeit/ 
(aufgerufen am 08.09.2026)

https://www.wirlesen.org/ 
(aufgerufen am 08.09.2026)

https://oesterreichliest.at/ 
(aufgerufen am 08.09.2026)

https://www.vorlesefest.at/ 
(aufgerufen am 08.09.2026)

https://www.zeitpunktlesen.at/ 
(aufgerufen am 08.09.2026)

https://www.psoe.at/bibliotheksdidaktik/lesefoerderung-lesemotivation 
(aufgerufen am 08.09.2026)

https://www.literacy.at/lesestellen-netzwerke/leseplattformen-oesterreich 
(aufgerufen am 08.09.2026)

https://www.stiftunglesen.de/mitmachen/ 
(aufgerufen am 08.09.2026)

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