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Einkauf im Unverpackt-Laden
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Zero Waste – Ratgeber zum verpackungsfreien Leben

Ob beim Einkaufen von Lebensmitteln oder Kleidung, beim Kochen, beim Arbeiten oder in der Freizeit – in der Schweiz werden jährlich pro Kopf über 700 Kilogramm Müll produziert. Auch wenn die Schweizer fleißig Müll trennen, können am Ende lediglich etwa 10 Prozent tatsächlich recycelt werden[1]. Der Rest sammelt sich auf Mülldeponien oder wird verbrannt. Die Auswirkungen auf die Umwelt sind enorm. Mit einem wachsenden Umweltbewusstsein der Bevölkerung wächst auch der Tatendrang.
Die Zero-Waste-Bewegung verspricht Besserung. Zero Waste bedeutet möglichst gar keinen Abfall mehr zu produzieren und auf Nachhaltigkeit und Ökologie zu setzen. Mehrweg statt Einweg und Selbermachen statt neu kaufen lauten die Devisen. Mit einfachen Hausmitteln, Tipps und Tricks lässt sich im Alltag eine Menge Verpackungsmüll vermeiden, was am Ende nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel schont.

Alle Artikel

Lebensmittel in Mehrwegverpackungen

Zero Waste – Unverpackt durch den Tag

Verpackungsmüll zu vermeiden und den Alltag nachhaltiger zu gestalten wird vielen immer wichtiger. Ein Mensch produziert von morgens bis abends eine ganze Menge Müll. Mehr als ein Kilogramm pro Tag, um genau zu sein. Die Möglichkeiten und Wege, ein umweltbewussteres Leben zu führen, sind zahlreich und gesund für Mensch und Natur. Dabei müssen Sie Ihr Leben nicht komplett umkrempeln. Wir zeigen Ihnen anhand eines Beispieltages, wo und wie Sie sinnvoll Verpackungsmüll sparen und einen Schritt Richtung Zero-Waste-Lifestyle machen können.

InformationIn der Schweiz werden von Jahr zu Jahr weniger Plastiktüten verbraucht. Allein im letzten Jahr ist der Verbrauch um 14 Prozent gesunken[2]. Der Trend geht Richtung Mehrweg-Beutel!

InformationIn der Schweiz werden von Jahr zu Jahr weniger Plastiktüten verbraucht. Allein im letzten Jahr ist der Verbrauch um 14 Prozent gesunken[2]. Der Trend geht Richtung Mehrweg-Beutel!

Benötigte Utensilien für die Nähanleitung der DIY-Tücher – Stoffe, Schere, Garn, Maßband und Lineal

Zero Waste in der Küche durch Upcycling-Küchenhelfer

Gerade in der Küche fällt im Alltag eine Menge Müll an. Frischhalte- und Alufolie landen nach einer Benutzung im Müll und können noch dazu Mikroplastik und Aluminium an das Verpackte abgeben[3]. Vor allem die Ökobilanz von Alufolien sieht mager aus: Zur Herstellung werden hohe Mengen Energie verbraucht. Die Nutzungsdauer steht in keinem Verhältnis zu diesem Energieverbrauch.
Dabei lassen sich viele Einweg-Produkte in der Küche ganz einfach vermeiden, denn Schüsseln und Töpfe können Sie hervorragend mit selbstgemachten Hauben abdecken. Für dieses Upcycling-Projekt müssen Sie wahrscheinlich nicht einmal einkaufen gehen. Ein paar alte Kleidungsstücke, eine Regenjacke und Nähzeug ist alles was Sie benötigen, um Ihre Küche nachhaltiger zu gestalten und langfristig Müll zu vermeiden. Mit dieser Upcycling-Anleitung können Sie im Handumdrehen eine Regenjacke in Brottüten und Schüsselabdeckungen verwandeln und Ihre Küche einen Schritt nachhaltiger gestalten.

Benötigte Utensilien für die Nähanleitung der DIY-Tücher – Stoffe, Schere, Garn, Maßband und Lineal

AchtungMindesthaltbarkeitsdatum und Verfallsdatum sind nicht dasselbe! Die meisten Lebensmittel können auch nach Ablauf des MHD noch verzehrt werden und gehören nicht automatisch in den Müll.

AchtungMindesthaltbarkeitsdatum und Verfallsdatum sind nicht dasselbe! Die meisten Lebensmittel können auch nach Ablauf des MHD noch verzehrt werden und gehören nicht automatisch in den Müll.

Upcycling von Kleidung – praktische wiederverwendbare DIY-Tücher

Unser Alltag ist geprägt von Einwegprodukten. Ob Abschminktücher, Küchenrolle oder Wattepads – das meiste landet nach einer Benutzung im Müll und wird verbrannt oder auf Deponien gelagert. Upcycling bietet eine nachhaltige und umweltschonende Lösung für dieses Problem und arbeitet dabei nach dem Prinzip: Aus alt mach neu! Aus alten und nicht mehr gebrauchten Textilien wie T-Shirts, Handtüchern oder Hemden können waschbare Abschminkpads oder feuchte Babytücher ganz einfach selbst hergestellt werden. Diese Upcycling-Anleitung umfasst Infos zu Stoffen und ihren Eigenschaften sowie anschauliche Nähanleitungen. So können Sie Ihren Haushalt mit ein paar einfachen Handgriffen nachhaltiger gestalten.

Wiederverwertung und richtige Entsorgung sind wichtige Faktoren in der Kreislaufwirtschaft

Cradle to Cradle

Cradle to Cradle nennt sich eine Wirtschaftsphilosophie, die eine vollständige Kreislaufwirtschaft zum Ziel hat.  Die meisten Materialien und Produkte landen nach ihrer Nutzungsdauer auf dem Müll und werden auf Deponien gelagert oder verbrannt. Die Nutzungsdauer kann dabei mehrere Jahre oder aber nur ein paar Minuten betragen. Bei dem Cradle-to-Cradle-Prinzip soll bei der Herstellung eines Produkts bereits an seine Weiterverwertung gedacht werden. Die Produktion soll also kreisförmig verlaufen, sodass jeder Bestandteil eines Produktes am Ende wiederverwertet werden kann. Dieser Artikel erklärt anschaulich, was Cradle to Cradle genau bedeutet, wie es umgesetzt werden kann und wo das Prinzip bereits zum Einsatz kommt.

Wiederverwertung und richtige Entsorgung sind wichtige Faktoren in der Kreislaufwirtschaft

CheckWerden Sie Mitglied in der Bücherei! So haben Sie jederzeit Zugriff auf eine Riesenauswahl an Büchern, ohne sie kaufen zu müssen. Auch viele andere Dinge kann man leihen statt kaufen. Bei vielen Baumärkten können Sie Bohrmaschine und Co mittlerweile für ein paar Stunden oder Tage mieten.

CheckWerden Sie Mitglied in der Bücherei! So haben Sie jederzeit Zugriff auf eine Riesenauswahl an Büchern, ohne sie kaufen zu müssen. Auch viele andere Dinge kann man leihen statt kaufen. Bei vielen Baumärkten können Sie Bohrmaschine und Co mittlerweile für ein paar Stunden oder Tage mieten.

Noch gut erhaltene Kleidung wird oft als Secondhandware verkauft.

Kleiderspende

Etwa 40 Prozent der gekauften Kleidungsstücke werden nur einmal oder keinmal getragen. Bei einer weltweiten Produktion von über 100 Milliarden neuen Kleidungsstücken pro Jahr[4] wird es schnell eng im Kleiderschrank. Alte und nicht mehr getragene Kleidung wird oft ausrangiert. Diese aussortierte Kleidung und andere Textilien können an verschiedene Organisationen gespendet werden. Über Paketversand, Altkleidercontainer und Sammelaktionen werden zahlreiche Hilfsprojekte unterstützt und vielen Kleidungsstücken ein neues Leben eingehaucht. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wo und wie Sie aussortierte Kleidung am besten spenden können und listet schweizerische Kleiderspende-Organisationen.

Fazit Zero Waste

Die Themen Nachhaltigkeit und Müllvermeidung sind aktueller als je zuvor und das zu Recht. Jährlich gelangen mehr als 10 Millionen Tonnen Abfälle in unsere Ozeane[5] und vergiften Tiere und Pflanzen. Sowohl in der Politik als auch in der Gesellschaft findet ein Umdenken statt. Immer mehr Menschen wollen ihren Teil leisten, um die Umwelt zu schützen und Müll zu vermeiden. Der Zero-Waste-Lifestyle bietet viele nützliche Ansätze, um im Alltag sinnvoll Plastikmüll zu reduzieren oder sogar zu vermeiden. Durch praktische Upcycling-Projekte können Sie vielen alten Kleidungsstücken ein neues Leben schenken. Was nicht beim Upcycling zum Einsatz kommt, kann durch Kleiderspenden an Bedürftige weitergegeben werden. Zukunftsorientierte Ansätze wie die Cradle-to-Cradle-Philosophie zeigen, dass eine vollständige Kreislaufwirtschaft durchaus möglich ist.
Sie sollten aber dem Impuls widerstehen, einfach alle Einwegprodukte und Plastikverpackungen aus Ihrem Haushalt zu entsorgen. Zero Waste bedeutet auch Ressourcen zu schonen. Besser ist es also angebrochene Produkte aufzubrauchen und dann gegen eine nachhaltigere Alternative und Mehrweg-Lösungen auszutauschen.

Literaturverweise

[1] https://www.beobachter.ch/umwelt/abfall-das-marchen-vom-plastik-recycling

[2] https://www.handelszeitung.ch/unternehmen/der-verbrauch-von-plastiktuten-sinkt-stetig

[3] https://utopia.de/ratgeber/alufolie-benutzen/

[4] https://www.konsument.at/fast-fashion-062019

[5] https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/muellkippe-meer/muellkippemeer.html

Bildnachweise

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