Hund beschäftgen: Junge Frau mit ihrem Hund im Stadtpark.

Hund beschäftigen und auslasten: Tipps für den Alltag mit Hund

Eine abwechslungsreiche und artgerechte Auslastung und Beschäftigung sind im Alltag mit einem Hund das A und O. Obwohl Hunde auch auf lange Ruhephasen während des Tages angewiesen sind, benötigen sie doch regelmässig Bewegung und wollen körperlich und geistig gefordert werden. In diesem Artikel findest du Informationen, wohin dich dein Hund begleiten kann und welche Aktivitäten gemeinsam mit einem Hund möglich sind.

Unterwegs mit deinem Vierbeiner: Wo sind Hunde erlaubt?

Wenn du deinen Alltag mit Hund abwechslungsreich gestalten möchtest, bist du sicherlich auf der Suche nach verschiedenen Aktivitäten, die gemeinsam mit dem Vierbeiner möglich sind. Doch wo sind Hunde eigentlich erlaubt?

Hundefreundliche Orte

Auch wenn viele reguläre Freizeitangebote mit Hund nicht möglich sind, gibt es dennoch viele Alternativen, die du gemeinsam mit deinem tierischen Begleiter erkunden kannst:

  • Eingezäunte Hundewiesen bieten deinem Hund die Möglichkeit, sich ohne Leine auszutoben und mit Artgenossen in sicherer Umgebung Kontakt aufzunehmen.

  • Hundestrände oder Hundebadeseen ermöglichen euch im Sommer eine wohlverdiente Abkühlung.

  • In einigen Tierparks kannst du deinen Hund an der kurzen Leine mitführen. Mehr Informationen dazu erhältst du meist telefonisch oder auf der Website.

  • Möchtest du eine Boots- oder Schiffstour unternehmen, kann dich dein Hund bei vielen Anbietern begleiten. Allerdings solltest du zunächst eine kleine Tour unternehmen, um zu testen, wie dein Hund darauf reagiert – auch Vierbeiner können nämlich seekrank werden.

  • Wenn du in den Ferien eine Stadtrundfahrt planst, kannst du deinen Hund bei vielen Anbietern mitnehmen. Manchmal gelten allerdings Einschränkungen, z. B. eine Maulkorbpflicht.

  • In die meisten Cafés und Restaurants dürfen Hunde ihre Besitzer begleiten. Am besten solltest du deinen Hund aber vorab trainieren, für einige Zeit ruhig unterm Tisch liegen zu bleiben.

  • In einigen Freizeitparks darfst du deinen Hund mitbringen, solange er angeleint ist. Die Fahrgeschäfte und Attraktionen sind für die Tiere natürlich tabu.

Orte mit Hundeverbot

In vielen öffentlichen Einrichtungen sind Hunde grundsätzlich nicht erlaubt. Meistens liegen dem Hundeverbot hygienische Bedenken zugrunde, weshalb Tiere in medizinischen Einrichtungen, im Lebensmittelbereich (z. B. in Bäckereien oder Metzgereien) oder auch in Sport- oder Freizeitzentren (z. B. Sporthallen, Schwimmbäder, Kinderspielplätze) grundsätzlich verboten sind.

Auch Orte, an denen die Vierbeiner als störend empfunden werden könnten, sind grundsätzlich tabu (z. B. Bibliotheken, Schulen, Behörden). Nicht jeder Ort, an dem Hunde unerwünscht sind, ist allerdings mit einem entsprechenden Verbotsschild gekennzeichnet. Bist du dir unsicher, ob du deinen Hund an einen bestimmten Ort mitnehmen kannst (z. B. ein Restaurant), solltest du dich beim Besitzer oder Betreiber informieren.

Tipp

Auf vielen Volksfesten und Festivals gilt ein generelles Hundeverbot. Dieses Verbot dient in erster Linie dem Schutz der Tiere selbst, da der Lärm und Trubel auf solchen Grossveranstaltungen Stress und sogar Panik bei Hunden verursachen kann und zudem ihr empfindliches Gehör belastet. Daher raten die meisten Hunde-Experten davon ab, Hunde zu Volks- und Musikfesten mitzunehmen.

Hund beschäftigen und auslasten: Familie mit Hund macht Rast bei einer Wanderung.

Mehr als nur Gassi gehen: Outdoor-Aktivitäten mit Hund

Wie viel Bewegung ein Hund benötigt, ist von verschiedenen Faktoren abhängig – darunter zum Beispiel Alter, Gesundheitszustand, Grösse und rassetypische Veranlagung. Eine Faustregel besagt jedoch, dass du im Durchschnitt 1 bis 2 Stunden Auslaufzeit pro Tag einplanen solltest, die auf mehrere Spaziergänge aufgeteilt sein sollte. Um eine artgerechte Auslastung zu ermöglichen, solltest du für Abwechslung sorgen – variiere die Gassi-Strecken regelmässig oder binde kleinere Spiel- und Sporteinheiten in den Spaziergang ein.

Neben dem regulären Auslauf gibt es auch noch viele andere Aktivitäten mit Hunden, die ihr gemeinsam ausprobieren könnt, wie zum Beispiel:



Sportliche Aktivitäten mit Hund: Welche Voraussetzungen sind nötig?

Damit die Aktivitäten mit Hund zum Erfolg und einer schönen Erfahrung werden, sollten einige Grundvoraussetzungen gegeben sein:

  • Bedenke, wie viel Aktivität du deinem Hund grundsätzlich zumuten kannst. Manche Hunde sind aufgrund ihres Körperbaus nicht für intensive Sportarten wie Joggen oder Velofahren geeignet oder sind von Natur aus keine guten Schwimmer. Bitte im Zweifelsfall einen Hundesport-Experten und/oder Tierarzt um eine Einschätzung, welche sportlichen Aktivitäten bestimmte Hunderassen bewältigen können.

  • Nur ausgewachsene und gesunde Hunde können dich beim Sport begleiten. Junge Hunde sind für Ausdauersport und anstrengende Trainingseinheiten noch nicht bereit, da sich ihre Muskeln und der Gelenkapparat noch ausbilden und auch der Knochenaufbau noch nicht abgeschlossen ist. Lass deinen Hund am besten gründlich vom Tierarzt untersuchen und für deine geplante Sportart freigeben.

  • Führe deinen Hund langsam an neue Sportarten heran und baue seine Ausdauer schrittweise auf.

  • Plane regelmässige Pausen ein und stelle deinem Vierbeiner stets frisches Wasser zur Verfügung. Ausserdem sollte dein Hund vor sportlicher Aktivität bestenfalls zwei Stunden nichts gefressen haben, um das Risiko einer Magendrehung zu verringern.

  • So wie Regenjacke und Wanderschuhe zu deiner eigenen Grundausrüstung gehören, benötigt auch dein Hund passende Outdoor-Ausrüstung:

    • gut sitzendes und stabiles Brustgeschirr

    • kurze Leine

    • Schleppleine

    • Regenmantel

    • Trinknapf und ausreichend Wasser

    • Erste-Hilfe-Set für deinen Hund

    • Wintermantel mit Innenfleece

    • Hundeschuhe als Pfotenschutz im Winter oder bei sehr anspruchsvollem Terrain

  • Dein Hund sollte unterwegs jederzeit abrufbar sein (auch unter Ablenkung) und die wichtigsten Grundkommandos sicher beherrschen (z. B. „Sitz“, „Platz“, „Komm“, „Fuss“ oder „Bleib“).

  • Wenn du mit deinem Vierbeiner Hundesport machen möchtest, ist es ratsam, einen Kurs bei einem Hundetrainer bzw. einem Hundesportverein zu absolvieren. So lernt ihr Schritt für Schritt die richtige Technik und erhaltet fachkundige Unterstützung.

Gemeinsame Erlebnisse, bei denen dein Hund sich austoben und etwas Neues entdecken kann, stärken die Gesundheit von Zwei- und Vierbeinern und können außerdem die Bindung zum Hund verbessern.

Tipp

Laut dem Gesetz über das Halten von Hunden, müssen Hunde an Schulen, Sportanlagen oder verkehrsreichen Straßen angeleint werden. Sonderregelungen können auch zur Brut- und Setzzeit zwischen Anfang Mai bis Ende Juli aktiv sein. Am besten informierst du dich in deiner Gemeinde bzw. deiner Stadt, welche Auflagen zur Leinenpflicht gelten.

Alltag mit Hund: Tipps für jedes Wetter

Ob bei Sonnenschein, Regen oder Schnee – ein Hund benötigt mehrmals am Tag Auslauf, auch wenn das Wetter ungemütlich ist. Nachfolgend findest du Tipps, wie du die täglichen Spaziergänge mit deinem Hund bei jedem Wetter meisterst und wie du deinen Hund bei extremen Wetterlagen schützen kannst.

Hund im Sommer: Junger Hund kühlt sich im Wasser ab.

Alltagstipps: Hund im Sommer

Wird es im Hochsommer sehr heiss, kann die Sonne schnell zur Qual für Mensch und Tier werden. Um deinen Hund vor Überhitzung zu bewahren, solltest du Folgendes beachten:

  • Stelle deinem Hund stets ausreichend frisches Wasser zur Verfügung.

  • Versuche, Spaziergänge in der Mittagshitze zu vermeiden und gehe stattdessen in den frühen Morgenstunden und abends eine etwas längere Runde.

  • Vermeide Strecken, auf denen sich der Untergrund stark aufheizt (z. B. Pflastersteine, Asphaltstraßen), damit sich dein Hund nicht die Pfoten verbrennt. Ob die Strasse für deinen Hund zu heiss ist, kannst du folgendermassen prüfen: Drücke deinen Handrücken für 7 Sekunden auf den Boden – wenn du das nicht aushältst, ist es auch für deinen Hund zu heiss.

  • Lass deinen Hund bei Hitze nie im Auto zurück – auch nicht für ein paar Minuten.

  • Unternehmt einen Ausflug ans Wasser, damit dein Hund sich ein wenig abkühlen kann. Das Wasser muss dazu nicht tief sein, da auch eine Abkühlung der Pfoten für viele Hunde schon wohltuend ist.

  • Anstelle von körperlicher Anstrengung können Denkaufgaben und „Nasenarbeit“ deinen Hund geistig auslasten: Übt gemeinsam neue Tricks ein oder lass deinen Hund ein paar versteckte Leckerli erschnüffeln.

Tipp

Um für regnerisches und kühles Wetter gewappnet zu sein, solltest du in gute Regenbekleidung investieren. Mit einer wasserdichten Regenhose, einer Regenjacke und Gummistiefel mit rutschfester Sohle bist du als Hundehalter bestens ausgerüstet. Auch dein Hund freut sich womöglich über einen Regenmantel als zusätzlichen Schutz, wenn er bereits älter ist oder gesundheitlich angeschlagen ist oder ein sehr kurzes Fell hat. Wenn ihr wieder zuhause ankommt, solltest du deinen Vierbeiner ausserdem gründlich trockenrubbeln. So wird die Gassi-Runde auch bei Regen zu einem vollen Erfolg.

Hund im Winter: Hund bei einem Spaziergang im Schnee.

Alltagstipps: Hund im Winter

Manche Hunde lieben es, durch den Schnee zu toben, andere scheinen das Winterwetter weniger zu mögen. Mit diesen Tipps kommt ihr in jedem Fall gut durch die kalte Jahreszeit:

  • Trockne deinen Hund nach jedem Spaziergang gut ab, um das Risiko für Erkältungen, Blasenentzündungen usw. zu senken.

  • Lass deinen Hund keinen Schnee fressen. Schnee fressen kann bei Hunden u. a. zu einer Magenschleimhautentzündung führen.

  • Bei langhaarigen Rassen kann es helfen, die Haare an den Pfoten zu kürzen, damit sich keine Eisklümpchen zwischen den Zehen bilden können.

  • Befreie die Pfoten deines Hundes mit lauwarmem Wasser von Streusalz, damit das Salz die empfindlichen Pfotenballen nicht reizen und austrocknen kann.

  • Winterbekleidung für Hunde kann vorm schnellen Auskühlen schützen. Vor allem Welpen und Hundesenioren, Hunderassen mit kurzem Fell und wenig Unterwolle oder Hunde mit einem schwachen Immunsystem profitieren von einem Wintermantel oder Pullover.


Fazit: Hund beschäftigen leicht gemacht

Zusätzlich zu mehreren Spaziergängen am Tag solltest du deinen Hund idealerweise auch mit anderen sportlichen Aktivitäten, gemeinsamem Spiel und Denkaufgaben auslasten. Berücksichtige dabei stets die individuellen Bedürfnisse und den Charakter deines Hundes: Wie viel Auslauf braucht er? Für welche Sportarten ist er fit genug? Möchte er dich gern auf Ausflüge ins Café, in den Zoo oder zu hundefreundlichen Sehenswürdigkeiten begleiten oder fühlt er sich durch solche Situationen gestresst? So meisterst du den Alltag mit Hund in jeder Jahreszeit und jeder Lebenslage und ermöglichst deinem Vierbeiner ein artgerechtes und glückliches Leben.

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Quellen

https://www.tiermedizinportal.de/magazin/gassi-gehen-im-winter-wann-friert-der-hund

(abgerufen am 23.08.2022)

https://www.tasso.net/Service/Wissensportal/Hundehaltung/Hund-und-Hitze

(abgerufen am 23.08.2022)

https://www.anicura.de/blog/sport-fur-und-mit-hund/

(abgerufen am 23.08.2022)

https://www.camping.info/magazin/de/wandern-mit-hund

(abgerufen am 23.08.2022)

https://www.rechtsbuch.tg.ch/app/de/texts_of_law/641.2

(abgerufen am 23.08.2022)

https://leinenpflicht.com/leinenpflicht-in-der-schweiz/

(abgerufen am 23.08.2022)

Bildquellen

iStock.com/max-kegfire

iStock.com/RossHelen

iStock.com/mixetto

iStock.com/amriphoto

iStock.com/VYCHEGZHANINA

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