Drei Kinder mit Schwimmbrillen tauchen im Schwimmbecken

Richtiges Verhalten im Schwimmbad – die wichtigsten Baderegeln

Schwimmbäder ziehen rund um das Jahr zahlreiche Besucher an. So verbringen beispielsweise Familien mit Kindern ihre Freizeit gerne im Wasser, aber auch Ausdauerschwimmer trainieren in der Schwimmhalle. Welche Regeln im Schwimmbad Deine Sicherheit erhöhen und wie Du so Spaß beim Baden hast, erfährst Du in diesem Artikel.

Allgemeine Baderegeln

Für ein reibungsloses Miteinander im Schwimmbad und in öffentlichen Gewässern hat die ARGE (Österreichisches Wasserrettungswesen) eine Reihe von allgemeinen Baderegeln aufgestellt[1]. Schon für den Erwerb des Bronze-Schwimmabzeichens ist die Kenntnis der Baderegeln Pflicht. Wenn Du diese beachtest, kannst du die größten Sicherheitsrisiken stark einschränken:

  1. Gehe nicht ins Wasser, wenn Du Dich unwohl fühlst oder andere Beschwerden hast.
  2. Auf den Hinweisschildern steht, was im Schwimmbad erlaubt ist und was nicht. Halte Dich an diese Regeln.
  3. Dusche und kühle Dich ab, bevor Du ins Wasser gehst.
  4. Verlasse das Wasser, wenn Du frierst. Kälte kann gefährliche Krämpfe verursachen.
  5. Verzichte auf das Schwimmen, Springen und Tauchen, wenn Du Ohrenschmerzen oder eine Verletzung am Ohr hast.
  6. Warte eine Stunde nach dem Essen, bevor Du ins Wasser gehst.
  7. Schütze Dich mit Sonnencreme, Kappe und T-Shirt vor der Sonne. Springe nicht ins kalte Wasser, wenn Dir heiß ist.
  8. Überschätze Dein Können und Deine Kräfte nicht und lasse Dich nicht von anderen zu etwas überreden, was Du noch nicht gut kannst (weit hinausschwimmen, tauchen oder ins Wasser springen).
  9. Springe beim Baden in offenen Gewässern nur dort ins Wasser, wo es erlaubt ist. Achte darauf, Dich selbst und andere nicht in Gefahr zu bringen.
  10. Achte auf die Menschen in Deiner Nähe. Hole schnell Hilfe, wenn Du merkst, dass jemand in Gefahr ist.
Mädchen mit Schwimmflügeln im Nichtschwimmerbereich des Hallenbades

Die richtige Hygiene im Schwimmbad

Aufgrund der hohen Anzahl an täglichen Besuchern herrscht in den Umkleidekabinen eines Schwimmbades meist eine hohe Feuchtigkeit. In Kombination mit Wärme bieten solche Orte ein geradezu idealen Nährboden für Keime und Bakterien. Auch dann, wenn das Schwimmbad sich ausnahmslos an die geltenden Hygienevorschriften[2] hält. In öffentlichen Schwimmbädern gelten daher auch für die Besucher besondere Regeln, um eine angemessene Hygiene für die Gesundheit aller Badegäste zu gewährleisten.

Aus diesem Grund ist das Duschen im Schwimmbad sowohl vor als auch nach dem Badevergnügen Pflicht. Duschgel sollte in Deiner Badetasche deshalb auf keinen Fall fehlen. Außerdem solltest Du Badeschuhe tragen, da diese die Ausbreitung von Pilzen verhindern und zudem die Rutschgefahr mindern.

Erkläre Deinem Kind in Ruhe, warum das Schwimmbecken nicht mit einer Toilette zu verwechseln ist. Plane gerade bei kleinen Kindern regelmäßige Toilettenbesuche ein oder verwende eine Schwimmwindel. So lässt Du Missgeschicken keine Chance.

Allgemeine Sicherheitstipps für den Besuch im Schwimmbad

Schwimmen soll vor allem Spaß machen. Dennoch sollten die Sicherheitsregeln der Schwimmbäder aufmerksam gelesen und beachtet werden, da in Wassernähe immer ein gewisses Sicherheitsrisiko bleibt. So besteht auf nassen oder glatten Oberflächen stets eine Rutschgefahr. Passe deshalb Dein Tempo den Gegebenheiten an und bewege Dich aufmerksam, vorausschauend und rücksichtsvoll. Badeschuhe sorgen für mehr Halt auf rutschigem Boden und geben zusätzliche Sicherheit. Auch Kinder sollten im Schwimmbad nicht rennen.

Mädchen taucht im Schwimmbecken

Wenn Deine Kinder noch nicht schwimmen können, dürfen sie sich nur im gekennzeichneten Nichtschwimmerbereich aufhalten und müssen stets beaufsichtigt werden. So kommt es gar nicht erst zu unnötigen Gefahrensituationen. Achte darauf, dass Deine Kinder nur in erlaubten Bereichen vom Beckenrand springen, dabei genügend Abstand halten und sich nicht – auch nicht aus Spaß – gegenseitig untertauchen. Die Bereiche in unmittelbarer Nähe von Sprungbrettern oder Wasserrutschen müssen nach Benutzung der Anlagen schnellstmöglich geräumt werden. Ein längerer Aufenthalt ist hier untersagt.

Fühlst Du Dich unwohl oder durch akute gesundheitliche Probleme eingeschränkt, verzichte lieber vorerst auf einen Ausflug ins Schwimmbad. Auch mit vollem Magen solltest Du lieber nicht ins Wasser gehen. Unmittelbar nach dem Essen solltest Du also lieber keinen Fuß ins Schwimmbecken setzen. Aber auch ein leerer Magen kann beim Schwimmen zum Risiko werden. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft e. V. (DLRG) warnt in beiden Fällen vor dem Auftreten von Seitenstechen und allgemeinem Unwohlsein. Erbrechen oder gar ein Kreislaufzusammenbruch können die Folge sein.

Um Kreislaufprobleme zu vermeiden, solltest Du Dich vor Betreten des Beckens immer erst abkühlen und niemals direkt ins Wasser springen – auch wenn gerade bei großer Hitze eine schnelle Abkühlung verlockend scheint. Der Kreislauf wird durch einen so rasanten Temperaturwechsel stark belastet. So kann im schlimmsten Fall eine Bewusstlosigkeit eintreten[3].

Rücksicht nehmen im Schwimmbecken

Da der Platz im öffentlichen Schwimmbecken begrenzt ist, spielt die gegenseitige Rücksicht eine wichtige Rolle. Achte daher darauf, nicht das ganze Becken einzunehmen. Bist Du noch in den Anfängen Deines Schwimmunterrichts oder lässt Dir gerne Zeit beim Ziehen der Bahnen, solltest Du Dich am rechten Rand aufhalten. So ermöglichst du ein problemloses Überholen durch andere Schwimmer. Die Mitte des Bahnendes sollte grundsätzlich frei bleiben, da diese für Wendemanöver gedacht ist. Gefährliche Zusammenstöße vermeidest Du am besten, wenn Du Dich vor dem Wenden vergewisserst, dass sich kein anderer Schwimmer in unmittelbarer Nähe zu Dir befindet. Wenn Du eine Schwimmpause einlegen möchtest, dann solltest Du das immer am äußeren Rand der Bahn tun.

Generell gilt: Halte beim Schwimmen immer einen Abstand von mindestens einem Meter zu Deinem Vordermann ein. Solltest Du merken, dass Dir dieser zu langsam ist, verlasse seinen Windschatten und überhole. Wirst Du selbst überholt, dann lasse den anderen Schwimmer zügig vorbei. Behalte dabei Dein Tempo und verfalle nicht in Hektik.

Fazit

Beachtest Du die allgemeinen Bade- und Sicherheitsregeln, steht dem Badevergnügen nichts mehr im Wege. Erkläre diese vor dem Besuch im Schwimmbad auch Deinen Kindern. Angemessene Badekleidung und ein umsichtiges und rücksichtsvolles Verhalten helfen bei der Vermeidung von Unfällen und garantieren Spaß im Wasser.

Quellen und weiterführende Literatur:

[1]https://www.schwimmabzeichen.at/de/baderegeln
(abgerufen am 23.04.2020)

[2]https://www.ndr.de
(abgerufen am 23.04.2020)

[3]https://www.umweltbundesamt.de
(abgerufen am 23.04.2020)

Bildquellen:

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