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Junge Frau macht Schwimmpause am Beckenrand

Richtiges Verhalten im Schwimmbad – die wichtigsten Baderegeln

Wasserratten zieht es regelmäßig ins Hallenbad, Erlebnisbad oder Freibad – Hier erfährst du, worauf du achten solltest, um Gefahren beim Schwimmen aus dem Weg zu gehen.

Allgemeine Baderegeln

Für ein reibungsloses Miteinander im Schwimmbad hat die ARGE eine Reihe von allgemeinen Baderegeln aufgestellt[1]. Schon für den Erwerb des Bronze-Schwimmabzeichens ist die Kenntnis der Baderegeln Pflicht. Wenn du diese beachtest, sind die größten Sicherheitsrisiken schon einmal ausgeschaltet:

Baderegeln

  1. Gehe nur schwimmen, wenn du gesund bist!
  2. Auf den Hinweisschildern steht, was im Schwimmbad erlaubt ist und was nicht. Halte dich an diese Regeln!
  3. Dusche und kühle dich ab, bevor du ins Wasser gehst!
  4. Wenn dir kalt ist, geh schnell aus dem Wasser. Sonst kannst du Krämpfe bekommen, und das ist im Wasser gefährlich!
  5. Verzichte auf das Schwimmen, Springen und Tauchen, wenn du Ohrenschmerzen oder eine Verletzung am Ohr hast.
  6. Nach dem Essen musst du eine Stunde warten, bevor du ins Wasser gehen kannst.
  7. Schütze dich mit Sonnencreme, Kappe und T-Shirt vor der Sonne. Springe nicht ins kalte Wasser, wenn dir heiß ist.
  8. Wenn du noch nicht weit hinausschwimmen, tauchen oder ins Wasser springen kannst, lass dich auch von anderen nicht dazu überreden, es trotzdem zu machen.
  9. Springe nur in bekannte Gewässer und nur dort, wo es erlaubt ist! Achte darauf, dich selbst und andere nicht in Gefahr zu bringen.
  10. Beobachte auch die anderen Menschen in deiner Nähe. Wenn du merkst, dass jemand in Gefahr ist, hol schnell Hilfe.

Hygiene in der Wasserlandschaft

Wasser wird im Allgemeinen eine reinigende Eigenschaft zugeschrieben. In öffentlichen Schwimmbädern gelten besondere Regeln, um eine angemessene Hygiene für alle Badegäste und damit deren Gesundheit zu gewährleisten.

Die Umkleidekabinen eines Schwimmbades sind zumeist warm und feucht – das liegt in der Natur der Sache. Dass sie zusätzlich jeden Tag von unzähligen Menschen frequentiert werden, sorgt dafür, dass sie einen geradezu idealen Nährboden für Keime und Bakterien bieten. Auch dann, wenn das Schwimmbad sich penibel an die geltenden Hygienevorschriften[2] hält. Deshalb ist das Duschen vor und auch nach dem Badevergnügen Pflicht. Duschgel sollte in deiner Badetasche deshalb auf keinen Fall fehlen. Außerdem solltest du Badeschuhe tragen, da diese die Ausbreitung von Pilzen verhindern und zudem die Rutschgefahr mindern. Übrigens: Eine Dusche im heimischen Badezimmer ersetzt nicht das Duschen in der Badeanstalt.

Natürlich weiß jedes Kind, dass ein Schwimmbecken nicht mit einer Toilette zu verwechseln ist. Trotzdem schadet es nichts, wenn du deinem Kind diese wichtige Regel vor dem Schwimmbadbesuch noch einmal in Ruhe erklärst. Gerade bei kleinen Kindern solltest du regelmäßige Toilettenbesuche einplanen oder eine Schwimmwindel nutzen. So lässt du Missgeschicken keine Chance.

Allgemeine Sicherheits-Tipps im Schwimmbad

Schwimmen soll vor allem Spaß machen! Ein gewisses Sicherheitsrisiko besteht natürlich immer, schon allein wegen der typischen Eigenschaft von Wasser, eine Rutschgefahr auf glatten Oberflächen zu erzeugen. Das Verletzungsrisiko lässt sich deutlich minimieren, wenn du die Sicherheitsregeln deines Schwimmbades aufmerksam durchliest und beachtest.

In öffentlichen Bädern ist es meist sehr glatt. Passe deshalb dein Tempo den Gegebenheiten an und bewege dich aufmerksam, vorausschauend und rücksichtsvoll. Badeschuhe sorgen für mehr Halt auf rutschigem Boden und geben zusätzliche Sicherheit. Auch Kinder sollten im Schwimmbad nicht rennen.

Wenn deine Kinder noch nicht schwimmen können, dürfen sie sich nur im gekennzeichneten Nichtschwimmerbereich aufhalten und müssen stets beaufsichtigt werden. So kommt es gar nicht erst zu unnötigen Gefahrensituationen. Achte darauf, dass deine Kinder nur in erlaubten Bereichen vom Beckenrand springen, dabei genügend Abstand halten und sich nicht – auch nicht aus Spaß – gegenseitig untertauchen. Der Bereich in unmittelbarer Nähe von Sprungbrettern oder Wasserrutschen muss nach Benutzung der Anlagen schnellstmöglich geräumt werden und ist ansonsten tabu.

Mädchen mit Schwimmflügeln im Nichtschwimmerbereich des Hallenbades

Körperliche Voraussetzungen für einen Schwimmbadbesuch

Schwimmen ist grundsätzlich für jedermann eine gute und schonende Möglichkeit, sportlich aktiv zu sein. Trotzdem gilt: Wer sich krank fühlt oder durch akute gesundheitliche Probleme eingeschränkt ist, sollte lieber auf einen Ausflug ins Schwimmbad verzichten.

Wichtig ist auch die altbekannte Regel: Nicht mit vollem Magen schwimmen! Unmittelbar nach dem Essen solltest du lieber keinen Fuß ins Schwimmbecken setzen. Aber auch ein leerer Magen kann beim Schwimmen zum Risiko werden. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) warnt in beiden Fällen vor dem Auftreten von Seitenstechen und allgemeinem Unwohlsein. Erbrechen oder gar ein Kreislaufzusammenbruch können die Folge sein. Die Gefahr des Ertrinkens ist nicht zu unterschätzen, denn plötzliche Bewusstlosigkeit fällt im allgemeinen Trubel eines gutbesuchten Schwimmbades nicht immer sofort auf.

Um Kreislaufprobleme zu vermeiden solltest du dich vor Betreten des Beckens immer erst abkühlen und niemals direkt ins Wasser springen, auch wenn gerade bei großer Hitze eine schnelle Abkühlung verlockend scheint. Der Kreislauf wird durch einen so rasanten Temperaturwechsel stark belastet und du kannst im schlimmsten Falle bewusstlos werden und ertrinken[3].

Rücksicht nehmen im Schwimmbecken

Auch wenn Wasser als Symbol für Weite und Freiheit gilt: Der Platz im öffentlichen Schwimmbecken ist begrenzt. Achte deshalb darauf, nicht das ganze Becken für dich zu beanspruchen. Wenn du dich selbst nicht zu den Schnellschwimmern zählst, ist die rechte Seite am Rand der Bahn dein Platz der Wahl. So kannst du in Ruhe deine Bahnen ziehen und schnellere Schwimmer kommen problemlos an dir vorbei. Die Mitte des Bahnendes ist für Wendemanöver gedacht und sollte deshalb grundsätzlich frei bleiben. Wenn du eine Schwimmpause einlegen möchtest, dann solltest du das immer am äußeren Rand der Bahn tun. Wenn du selbst wenden möchtest, dann stelle durch vorheriges Umschauen sicher, dass sich kein anderer Schwimmer unmittelbar hinter dir befindet. Sollte dies der Fall sein, informiere ihn kurz über dein Vorhaben. So stellst du sicher, dass es nicht zu schmerzhaften Zusammenstößen kommt.

Generell gilt: Halte beim Schwimmen immer einen Abstand von mindestens einem Meter zu deinem Vordermann ein. Solltest du merken, dass dir dieser zu langsam ist, verlasse seinen Windschatten und überhole. Wirst du selbst überholt, dann lasse den anderen Schwimmer zügig vorbei. Lasse dein Tempo konstant und verfalle nicht in Hektik.

Damit beim Schwimmbadbesuch die eigene Sicherheit und auch die der anderen Badegäste nicht zu kurz kommt, lohnt es sich, die allgemeinen Baderegeln zu kennen und einzuhalten. Erkläre diese auch deinen Kindern. Angemessene Badekleidung und ein umsichtiges und rücksichtsvolles Verhalten helfen bei der Vermeidung von Unfällen. So steht dem Badevergnügen nichts im Wege!

Hier findest du die wichtigsten Baderegeln und Schwimmabzeichen im Überblick als übersichtliche PDF zum Download