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Yoga Begriffe und seine Entstehung

Yoga Begriffe und seine Entstehung

Yoga ist eine von sechs indischen Weltanschauungen, in der es um Einheit und Harmonie des Geistes mit dem Körper und der Seele geht. Sie beinhaltet geistige und körperliche Methoden und Praktiken für die Selbstfindung im Diesseits.

Die Ursprünge des Yoga

Yoga wurde vor über 3500 Jahren erstmals in den altindischen Schriften, den Veden, erwähnt. Zwischen dem 2. Jahrhundert vor und nach Christus wurden die wichtigsten Yoga Schriften verfasst. Dazu gehören die Bhagavad Gita und Yoga Sutra, die sich stark der meditativen Wirkung des Yoga widmen. Erst zwischen dem 6. und 16. Jahrhundert nach Christus entwickelten sich die klassischen Formen des Hatha Yoga, also den Abfolgen von körperlichen Übungen, wie wir sie heute kennen.

Als der Westen im 14. Jahrhundert Indien entdeckte, wurde Yoga dem hinduistischen Glauben und somit dem Teuflischen zugeschrieben. Die Ausübung von Yoga wurde während der christlichen Missionarszeit und der englischen Kolonialzeit, also bis ins Ende des 19. Jahrhunderts, bekämpft und verlor sich dadurch in seinem Ursprungsland sogar beinahe.

1893 trat der Guru Swami Vivekananda vor das amerikanische Parliament of Religions und erwärmte die westliche Welt erstmals für Yoga. Er bereinigte das runtergekommene Bild der Yoga Praktiken und rückte die spirituellen und körperlichen Vorteile in den Vordergrund. Die vom dogmatischen Christentum ermüdeten Gelehrten des 19. Jahrhunderts, beispielsweise Wilhelm von Humboldt, schwärmten für den neuen Kulturstrom.

Im 20. und 21. Jahrhundert verbreitete sich Yoga in Wellen über die ganze Welt und neue Stilrichtungen, angepasst an die jeweiligen Gesellschaften, bildeten sich aus. Im Dezember 2014 erklärten die Vereinten Nationen nach einer Initiative des indischen Premierministers Narendra Modi den 21. Juni zum Welt-Yoga-Tag.

Die Wege des Yoga

Yoga ist nicht nur körperbezogen und eine Abfolge von Übungen zu Stressabbau und Fitness – Yoga ist eine Lebenseinstellung. Das moderne westliche Yoga orientiert sich stark am sogenannten Hatha Yoga, das Einheit und Harmonie des Geistes mit dem Körper und der Seele anstrebt. Hatha Yoga ist Teil des Raja Yoga Weges und bezieht sich vorwiegend auf körperliche Übungen, Atem- und Entspannungstechniken, die wir im Yoga Kurs absolvieren.

Die 4 Wege des Yoga vereinen sich zu einer gesamten Lebensphilosophie[1]:

  • Im Bhakti Yoga geht es um die liebende Hingabe gegenüber Gott und/oder der Natur. Praktizierende Bhakti Yogis erkennt man an ihrer frohen Natur, einer positiven Lebenseinstellung und einem glücklichen Lächeln.
  • Das Karma Yoga ist wohl der bekannteste Weg zu Einheit und Erleuchtung. Es geht darum, selbstlos zu handeln, um mit dem eigenen Geist und der Seele im Einklang zu stehen.
  • Jnana Yoga ist das Yoga der Erkenntnis. Dabei geht es um Wissen, Weisheit und Philosophie. In unserem Alltag kann das ein philosophisches Buch, eine Psychotherapie oder ein gutes Gespräch mit Selbstreflexion sein, dass einen „Aha“-Moment herbeiführt.
  • Das Raja Yoga wird auch als „Königsweg des Yoga“ bezeichnet. Hier wird regelmäßig einen 8-stufiger Pfad durchlaufen, bestehend aus der Haltung zu dir selbst und deiner Umwelt, den Übungen, der Konzentration und Meditation. Ziel ist die Entwicklung und Beherrschung des Geistes.

Wichtige Yoga Begriffe

Asana – Die Übungen und Positionen des Yoga werden Asanas genannt. Die Bezeichnungen der Positionen tragen das Asana im Wort, z.B. Shavasana (dt.: Ruhehaltung oder Totenstellung).

Prana – Sie ist die Lebensenergie, die durch jeden Körper fließt. Durch die Übungen sollst du dich damit anreichern und sie durch den gesamten Körper schicken.

Pranayama – Die Atemtechniken des Hatha Yoga und all seine Arten dienen der Lenkung der Lebenskraft Prana.

Karana – Eine Abfolge von Yoga-Übungen wird Karana genannt. Heute bezeichnen wir es oft als Yoga-Flow.

Mantra – Ein Mantra ist ein Gesang oder Laut, den ein Lehrer seinem Schüler gibt. Sie werden in einem bestimmten Rhythmus wiederholt, um die Atmosphäre in Schwingung zu versetzen und so kräftigende und heilsame Energien zu bewegen.

Om – Es ist das wichtigste Mantra und der Ursprungsklang des Universums. Wenn du dieses Mantra singst, bringst du dich auf die gleiche Schwingung wie das Universum.

Namasté – „Das Göttliche in mir, sieht das göttliche in dir“ ist die indische Grußformel zu Beginn und Ende jeder Yogastunde. Dabei geht es weniger um Religion, als um Respekt und Anerkennung der Seele des anderen.

Samadhi – Der Zustand der Einheit und das Ziel des Yoga ist Samadhi. Er wird mit unendlicher Freude und dem Verspüren kosmischen Bewusstseins beschrieben.

Chakra – Ein Chakra ist ein Energiezentrum. Es gibt 7 Hauptchakren, die entlang unserer Wirbelsäule liegen. Durch Yoga werden diese Zentren in Schwung gebracht, um Blockaden zu lösen und Energie freizugeben.

Darstellung der sieben Haupt-Chakren