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Upcycling von Kleidung – praktische wiederverwendbare DIY-Tücher

Upcycling von Kleidung - praktische wiederverwendbare DIY-Tücher

Zero-Waste-Lifestyle in Küche und Badezimmer

Das Thema Zero Waste und der nachhaltige Umgang mit Konsumgütern gewinnt immer mehr an Bedeutung. Ein Ziel ist es, auf die unzähligen Einwegprodukte im Alltag zu verzichten und Alternativen zu schaffen. Sowohl in der Küche als auch im Badezimmer fallen eine ganze Menge an Wegwerfprodukten an, wie zum Beispiel Küchenrolle, Wattepads, Abschminktücher oder auch die Baby-Feuchttücher. Laut Statistik kommen wir im Jahr damit auf 19 Kilogramm pro Person.[1]

Das Upcycling von gebrauchten Kleidungsstücken und anderen Haushaltstextilien schafft nachhaltige Alternativen zu vielen Wegwerfprodukten. Mit unserer einfachen Schritt-für-Schritt-Nähanleitung kannst Du alten Kleidungsstücken ganz einfach neues Leben einhauchen. Gleichzeitig ersetzt Du die Einweg-Alltagshelfer durch waschbare und wiederverwendbare Mehrzwecklösungen.

Das richtige Material für Upcycling-Tücher

Bei der Auswahl der richtigen Materialien ist es wichtig, dass die Textilien dem zukünftigen Nutzen der Upcycling-Idee gewachsen sind. Die Pflegeeigenschaften, die Strapazierfähigkeit und die Haptik des Upcycling-Stoffes sind entscheidend für die spätere Verwendung.

Pflegeeigenschaften des Upcycling-Stoffes

Verschiedene Kleidungsstücke aus pflanzlichen Fasern: Textilien und Handtücher aus Baumwolle, Viskose oder Leinen

Für die Funktionalität Deiner selbstgenähten Alltagshelfer ist die Wahl der richtigen Stoffe von großer Bedeutung. Im Haushalt und im Hygienebereich spielen die Pflegeeigenschaften des Materials daher eine wesentliche Rolle.

Zunächst ist die Saugfähigkeit des Materials entscheidend. Sowohl im Badezimmer als auch in der Küche kommen wir nur selten ohne Wasser oder andere Flüssigkeiten aus. Daher sollte der Stoff Nässe gut aufnehmen können. Außerdem kommt es auf die Temperaturbeständigkeit des Materials an. Um aufgenommene Verschmutzungen und Bakterien hygienisch einwandfrei zu entfernen, sollte der Stoff bei hohen Temperaturen waschbar sein.

Pflanzliche Fasern wie Baumwolle und Viskose bringen beide dieser Eigenschaften mit. Stoffe aus Baumwolle oder Viskose gelten als besonders pflegeleicht, da sie Feuchtigkeit sehr gut aufnehmen und bei hohen Temperaturen gewaschen werden können. Für die Verwendung als Kosmetik- oder Babytücher bestechen pflanzliche Fasern zusätzlich mit einer weiteren positiven Eigenschaft – einer guten Hautfreundlichkeit.

AchtungNicht selten sind Stoffe aus einem Fasergemisch. Besteht ein Textil nur zum Teil aus pflanzlichen Fasern, verändern die zugesetzten synthetischen oder tierischen Fasern die Eigenschaften des Stoffes.

AchtungNicht selten sind Stoffe aus einem Fasergemisch. Besteht ein Textil nur zum Teil aus pflanzlichen Fasern, verändern die zugesetzten synthetischen oder tierischen Fasern die Eigenschaften des Stoffes.

Haptische Beschaffenheit des Upcycling-Stoffes

Die Bedingungen an die Pflegeeigenschaften für DIY-Tücher sind sowohl bei der Verwendung als Kosmetiktuch als auch als Küchentuch gleich. Geht es jedoch um die Haptik und somit um das Gefühl des Stoffes auf der Haut, gibt es hier je nach Einsatzgebiet große Unterschiede.

Sollen die DIY-Mehrzwecktücher für die Reinigung von Oberflächen in Küche und Bad verwendet werden, ist eine angenehme Haptik für die Haut eher unwichtig. Das Augenmerk liegt auf der Saugfähigkeit und der Temperaturbeständigkeit des Stoffes. Daher eigenen sich hierfür auch weniger weiche Materialien. Für die kosmetische Anwendung wie beispielsweise als Abschminktuch, Wattepad oder Baby-Feuchttuch sollte die Oberflächen des Stoffes weich sein. Hier empfehlen sich zum einen glatte Stoffe von Blusen oder T-Shirts und zum anderen besonders weiche Frottee-Stoffe von Handtüchern und Bademänteln oder auch Vliesstoffe aus Baumwolle oder Viskose.

CheckFür alle Nähanfänger sind Stoffe mit einer eher geringen Elastizität zu bevorzugen, da sich diese leichter verarbeiten lassen.

CheckFür alle Nähanfänger sind Stoffe mit einer eher geringen Elastizität zu bevorzugen, da sich diese leichter verarbeiten lassen.

Upcycling: Nähanleitung für nützliche DIY-Tücher aus alter Kleidung

Wiederverwendbare Küchen-, Abschmink- oder Babytücher aus gebrauchter Kleidung sind auch für Nähanfänger leicht genäht. Wer keine Nähmaschine hat, kann die DIY-Tücher natürlich auch mit der Hand nähen. Da meist mehrere von solchen nützlichen Alltagshelfern benötigt werden, ist eine einfache Haushaltsnähmaschine dennoch von Vorteil.

Neben einer Nähmaschine benötigst Du:

  • Kleidungsstücke oder Haushaltstextilien aus pflanzlichen Fasern wie Baumwolle, Leinen oder Viskose
  • Garn in einer zu den Stoffen passenden Farbe
  • Stoffschere
  • Maßband oder Lineal
  • Wasserlöslichen Stift oder speziellen Markierstift
  • Blatt Papier
  • Stecknadeln
  • Bügeleisen – das ist aber kein Muss
Benötigte Utensilien für die Nähanleitung der DIY-Tücher – Stoffe, Schere, Garn, Maßband und Lineal

Hast Du Dir alle Utensilien bereitgelegt, kann es mit dem Nähen der Upcycling-Tücher aus Deiner gebrauchten Kleidung auch schon los gehen:

Beim Upcycling alter Klamotten ist es zunächst sinnvoll, das Kleidungsstück in seine Einzelteile zu zerlegen. Schneide dazu an den Nähten des T-Shirts, der Bluse oder Ähnlichem entlang.

Am einfachsten ist es, die DIY-Tücher rechteckig zu gestalten. Hierbei ist ein Maß von 14 mal 20 Zentimeter eine gute Größe, da diese ungefähr die Fläche einer Hand abdeckt. Je nach Verwendungszweck können Größe und Form abgewandelt werden. Wiederverwendbare Wattepads kannst Du beispielsweise in einer kleineren Größe und rund nähen.

Zuschnitt der Einzelteile für das DIY-Tuch mit vorbereiteter Schablone

Mit einem wasserlöslichen Stift zeichnest Du ein Rechteck auf eines der Stoffstücke. Alternativ kannst Du Dir eine Schablone aus einer Pappe herstellen. Der Vorteil der Schablone: Du kannst sie aufbewahren und wiederverwenden, wenn Du zu einem späteren Zeitpunkt weitere DIY-Tücher nähen möchtest.

Beachte beim Vorbereiten der Schnittteile die sogenannte Nahtzugabe, da Dein Tuch sonst kleiner wird als ursprünglich geplant. Gib daher zu jeder Kante Deines Rechtecks noch einen weiteren Zentimeter hinzu. Somit ist Dein aufgezeichnetes Rechteck nun 15 mal 21 Zentimeter groß.

Im nächsten Schritt werden die Stoffstücke zugeschnitten. Lege dazu mehrere Lagen Stoff übereinander, um Dir Zuschnitt-Arbeit zu ersparen. Fixiere die Stofflagen vor dem Schneiden zusätzlich mit ein paar Stecknadeln, um das Verrutschen der einzelnen Lagen zu vermeiden. Wähle je nach Stoffdicke nur so viele Lagen, dass Du mit der Stoffschere reibungslos durchkommst.

Leg Dir anschließend zwei Deiner Stoffstücke bereit, um diese miteinander zu verbinden. Hierbei ist es sinnvoll, zwei unterschiedliche Stoffe zu verwenden. Bei Stoffen mit Mustern lohnt sich die Kombination mit einem einfarbigen Material. Bestehen Deine zwei Stoffstücke aus eher dünneren Textilien, dann nimm einfach eine weitere Stofflage hinzu. Hierbei ist die Wahl der Farbe und der Haptik unwichtig, da diese im Inneren des Tuches verschwindet.

Nimm nun die beiden Stoffstücke und lege sie rechts auf rechts aufeinander, um anschließend einen Zentimeter breit von der Stoffkante entfernt, um das Rechteck zu nähen. Dabei solltest Du nach den ersten drei, vier Stichen kurz rückwärts nähen, um den Nahtanfang zu verriegeln. Höre etwa zwei bis drei Zentimeter bevor Du an den Anfang Deiner Naht triffst mit dem Nähen auf, um eine Öffnung zu lassen. Verriegele auch das Ende der Naht, indem Du ein paar Stiche rückwärts und anschließend wieder vorwärts nähst. Lege im Falle einer dritten Lage das weitere Stück Stoff einfach auf die beiden rechts auf rechts gelegten Stoffstücke.

Zwei Stoffteile mit der Nähmaschine zusammennähen

InformationEin Stoff hat immer eine rechte und eine linke Seite. Als die schönere gilt dabei die rechte, sie zeigt bei Kleidungsstücken immer nach außen.

InformationEin Stoff hat immer eine rechte und eine linke Seite. Als die schönere gilt dabei die rechte, sie zeigt bei Kleidungsstücken immer nach außen.

Wenden des Näherzeugnisses – Ecken ordentlich ausstreifen

Wende nun die beiden miteinander verbundenen Lagen Stoff, indem Du das Innere durch die Öffnung nach außen holst. Achte darauf, dass Du die Kanten und auch die Ecken gut ausstreichst, um wieder ein Rechteck zu bekommen. Eine gute Hilfestellung ist hierbei das Bügeleisen, mit dem Du die gewendeten Kanten fixieren kannst. Bei einem Tuch aus drei Lagen Stoff, wende das Tuch so, dass die beiden ursprünglichen Lagen außen sind und die dritte im Inneren verschwindet.

Nähe im letzten Schritt eine füßchenbreite Ziernaht um das Rechteck herum, um zum einen die Wendeöffnung zu schließen und zum anderen die Form des Rechtecks dauerhaft zu fixieren. Füßchenbreit bedeutet, dass Du die Kante Deines Nähmaschinenfußes an der äußeren Kante Deines Näherzeugnisses anlegst.

Und fertig ist Dein wiederverwendbares DIY-Tuch, das Du je nach Material als Küchen- oder Kosmetiktuch nutzen kannst.

Füßchenbreite Ziernaht zur Schließung der Öffnung und Fixierung der Form

Allzwecktücher für die Küche selbst nähen

Fertiges selbstgenähtes Tuch als Upcycling-Hilfsmittel in der Küche

Mit ausreichend selbstgenähten Küchentüchern aus saugstarker, strapazierfähiger und hitzebeständiger Baumwolle kannst Du die Küchenrolle im Handumdrehen aus Deiner Küche verbannen und vermeidest somit eine Menge an Müll.

Eine gute Grundlage findest Du für die Herstellung in alten T-Shirts, Sweatshirt oder auch Flanellhemden. Da wie bereits erwähnt, die Haptik für die Nutzung in der Küche keine große Rolle spielt, sind hier zwei Lagen Stoff ausreichend.

Gerade in der Küche trifft das DIY-Tuch auf viele Verschmutzungen und Bakterien, weshalb die Reinigung besonders wichtig ist. Daher solltest Du die Küchentücher bei mindestens 60 Grad waschen. Das Waschen bei 60 Grad ist in der Regel ausreichend, um die Verunreinigungen zu entfernen. Wer jedoch kein Risiko eingehen möchte, kann die Tücher auch bei 90 Grad waschen.

DIY-Abschminktücher für das Badezimmer

Die DIY-Tücher aus Upcycling-Stoffen können im Badezimmer nicht nur Abschminktücher sondern auch Wattepads ersetzen. Hier ist es ratsam, für die Herstellung zwei unterschiedliche Stoffe zu verwenden. Sehr gut eignet sich die Kombination aus einem weichen Frottee-Stoff von alten Handtüchern, Waschlappen oder einem Bademantel und einem glatten Blusenstoff.

Der Frottee-Stoff bringt in der Regel eine ausreichende Dicke mit, sodass hier ebenfalls zwei Lagen Stoff ausreichend sind. Verwendest Du dünnere Materialen, solltest Du beim Nähen auf eine dritte Lage zurückgreifen.

Da einige Kosmetikprodukte, wie Mascara, Eyeliner und Co., starke Verunreinigungen beziehungsweise Verfärbungen verursachen, ist es eine gute Wahl, farbige Stoffe für die Upcycling-Tücher zu verwenden. So sind leichte Verfärbungen, die sich durch das Waschen nicht entfernen lassen, weniger sichtbar. Auch die DIY-Abschminktücher können je nach Verschmutzungsgrad bei 60 oder 90 Grad gewaschen werden. Allerdings ist ein Waschgang bei 60 Grad schonender für die Umwelt.

Fertiges selbstgenähtes Tuch als Upcycling-Kosmetiktuch im Badezimmer

Baby-Feuchttücher selbst herstellen

Das feuchte Babytuch unterscheidet sich zunächst in der Herstellung nicht von dem oben beschriebenen DIY-Kosmetiktuch. Du kannst dafür sowohl die gleichen Materialien als auch dieselbe Größe und Nähanleitung verwenden.

Ist das Tuch fertig genäht, kannst Du ganz leicht eine Flüssigkeit herstellen, in der Du das Tuch tränkst und anschließend leicht auswringst, sodass es zwar feucht, aber nicht nass ist. Für die Herstellung der Flüssigkeit benötigst Du:

  • 500 ml destilliertes oder abgekochtes Wasser
  • Einen Teelöffel Kokosöl und einen Teelöffel Sonnenblumenöl
  • Einen Topf
  • Einen Löffel

Um die reinigende Flüssigkeit für das Babytuch herzustellen, erwärme das Wasser in einem Topf auf 30 bis 40 Grad. Füge anschließend das Kokosöl hinzu und rühre so lange, bis es sich komplett aufgelöst hat. Wiederhole diesen Schritt mit dem Esslöffel Sonnenblumenöl, bis in der Flüssigkeit keine einzelnen Bestandteile mehr sichtbar sind. Befeuchte nun Deine selbstgemachten Upcycling-Tücher mit der reinigenden Flüssigkeit. Bewahre die DIY-Tücher in einem verschließbaren, luftdichten Gefäß auf, um die Feuchtigkeit zu erhalten.

Fazit

Selbstgenähte wiederverwendbare Tücher sind eine einfache Upcycling-Idee, um den Zero-Waste-Lifestyle in den eigenen Haushalt zu integrieren. Der bewusste Verzicht von Wegwerfprodukten reduziert nicht nur den eigenen Haushaltsmüll, sondern schont die Umwelt und den Geldbeutel zugleich.

Für alle, die noch mehr Einwegprodukte wie Küchenrolle, Abschmink- oder Babytücher aus ihrem Haushalt verbannen wollen, gibt es neben den nützlichen DIY-Tüchern viele weitere Upcycling-Ideen zum Nachmachen, wie zum Beispiel Abdeckhauben als Frischhaltefolienersatz aus einer Regenjacke.

Quellen

[1] https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/nachhaltigkeit/kuechenrolle-taschentuecher-und-co-immenser-verbrauch-10670
(abgerufen am 12.07.2019)