Osterbasteln und Eiersuchen – Woher stammen unsere Osterbräuche?

Osterbasteln und Eiersuchen – Woher stammen unsere Osterbräuche?

Ostern ist ein farbenfrohes Fest, das fast überall auf der Welt gefeiert wird. Eine fröhliche Ostereiersuche und ein niedlicher Hase, der die Eier zuvor versteckt – das sind nur zwei Bestandteile unserer bekanntesten Osterbräuche. Jedoch ist nicht immer gleich auf den ersten Blick ersichtlich, was Eier und Hase mit der klassischen Ostergeschichte zu tun haben. Deshalb erklären wir Dir, warum wir Ostern feiern und woher die wichtigsten Bräuche stammen.

Die Ostergeschichte – Warum feiern wir Ostern?

Was ist Ostern eigentlich? Die Entstehung des Osterfestes und dessen Ursprünge sind vielfältig, jedoch haben alle Frühlingsfeste auf der ganzen Welt eines gemeinsam: Die Osterzeit bedeutet eine Verabschiedung des Winters und eine Begrüßung des anbrechenden Frühlings. Damit werden das Leben, die Furchtbarkeit und der alljährliche Neuanfang zelebriert. Nachfolgend erklären wir Dir die unterschiedlichen Ostergeschichten und damit die Ursprünge des Osterfestes:

  • Schon antike Völker feierten alljährlich Feste zum Frühlingsanfang. Mit Tänzen, Gesängen und Opfergaben an die Götter wurde der Frühling begrüßt und um eine reiche Ernte gebeten.
  • Ein weiterer Ursprung Osterns liegt im jüdischen Pessachfest. Dieses Fest feiert den Auszug der Juden aus Ägypten und somit das Ende der Sklaverei, wie es im Alten Testament überliefert wurde.
  • Die bedeutsamste Geschichte für die Osterbräuche der westlichen Kulturen liefert das Christentum. Hier wird die Auferstehung Jesu Christi gefeiert. Die Feiertage und Bräuche entstammen den Überlieferungen der Bibel und sind daher noch heute maßgebend dafür, wie wir Ostern feiern.

Die Geschichte hinter den Osterfeiertagen[1]

Was ist Ostern eigentlich? Die Entstehung des Osterfestes und dessen Ursprünge sind vielfältig, jedoch haben alle Frühlingsfeste auf der ganzen Welt eines gemeinsam: Die Osterzeit bedeutet eine Verabschiedung des Winters und eine Begrüßung des anbrechenden Frühlings. Damit werden das Leben, die Furchtbarkeit und der alljährliche Neuanfang zelebriert. Nachfolgend erklären wir Dir die unterschiedlichen Ostergeschichten und damit die Ursprünge des Osterfestes:

  • Gründonnerstag: Das Osterfest beginnt traditionell mit dem Gründonnerstag, dem Tag des letzten Abendmahls. Noch am selben Abend wurde Jesus Christus von seinem Jünger Judas verraten und von den Römern verhaftet. Der Name „Gründonnerstag“ leitet sich nicht von der Farbe Grün ab, sondern stammt vermutlich vom mittelhochdeutschen Wort „gronan“, was „weinen“ bedeutet. Zum einen wird daher am Gründonnerstag dem letzten Abendmahl gedacht und zum anderen die Verhaftung Jesu betrauert.
  • Karfreitag: Der Freitag vor Ostern ist der Tag der Trauer im christlichen Glauben. Der Karfreitag wird daher der Kreuzigung Jesu Christi und dessen Tod gewidmet. In Deutschland herrscht daher in allen Bundesländern ein ganztägiges oder zeitweises Tanzverbot.
  • Karsamstag: Ist ähnlich wie der Karfreitag ein stiller Gedenktag, der die Grabesruhe Jesu Christi heiligt. Am Abend jedoch endet die Heilige Woche (Karwoche) und die fröhliche Osterzeit beginnt, da in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag Jesus Christus auferstanden ist.
  • Ostersonntag: Der Ostersonntag ist der bedeutsamste Osterfeiertag, da er die Auferstehung Jesu Christi ehrt. Hier werden der Neuanfang und die damit verbundene neue Hoffnung gefeiert.
  • Ostermontag: Der Bibel nach wird am Ostermontag dem Emmaus-Gang gedacht. Zwei Jünger machten sich zurück auf den Weg nach Emmaus, als ein unbekannter Mann zu ihnen stieß. Erst als sie in Emmaus ankamen, erkannten die Jünger, dass der auferstandene Jesus ihnen erschienen und mit ihnen gereist war. Sie eilten zurück nach Jerusalem und verkündeten die Auferstehung.

Da nach der biblischen Überlieferung Jesus Christus in der jüdischen Pessachwoche gekreuzigt wurde, richtet sich das Osterfest danach. So wurde festgelegt, dass es immer eine Woche nach dem ersten Frühlingsvollmond stattfindet. Ostern kann somit frühestens am 22. März und spätestens am 25. April gefeiert werden. Die Osterzeit beginnt am Abend des Karsamstages und dauert 50 Tage bis Pfingsten an.

AchtungIm alltäglichen Sprachgebrauch werden die Begriffe Karsamstag und Ostersamstag häufig verwechselt. Im christlichen Glauben bezeichnet der Ostersamstag den Samstag in der Woche nach Ostern.

AchtungIm alltäglichen Sprachgebrauch werden die Begriffe Karsamstag und Ostersamstag häufig verwechselt. Im christlichen Glauben bezeichnet der Ostersamstag den Samstag in der Woche nach Ostern.

Woher stammen unsere Osterbräuche?

Wenn wir an Ostern denken, fallen uns sofort buntbemalte Eier und der Osterhase ein, der sie zusammen mit kleinen Geschenken versteckt. Kinder machen sich am Nachmittag des Ostersonntags auf Eiersuche und sammeln ihre Schätze in einem Osternest. Aber woher stammen diese Bräuche und welche Bedeutung für Ostern haben sie? Wir haben einige Bräuche aufgelistet und die wichtigsten Fragen zur Herkunft und Bedeutung für Ostern beantwortet.

Der Osterhase

Der Osterhase ist eine relativ moderne Erfindung. Erstmals wurde er Ende des 17. Jahrhunderts vom Medizinprofessor Georg Franck in Deutschland erwähnt[2]. Richtig beliebt wurde der Osterhase allerdings erst im 19. Jahrhundert mit dem Aufschwung der Schokoladenindustrie, die den Hasen als Symbolfigur für Ostern nutzte und begann, Schokoladenhasen herzustellen. Der Hase wurde schon seit jeher als Symbol für Fruchtbarkeit gesehen und hat so eine Bedeutung für Ostern als Fest des (neuen) Lebens. Heute ist der Osterhase ein populäres Fabelwesen, das die Fantasie der Kinder anregt und die verschiedenen Osterbräuche in einer einheitlichen, schönen Geschichte vereint.

CheckEs gibt in Deutschland drei Postämter für den Osterhasen. An diese kannst Du zusammen mit Deinen Kindern Fragen an den Osterhasen schicken.

CheckEs gibt in Deutschland drei Postämter für den Osterhasen. An diese kannst Du zusammen mit Deinen Kindern Fragen an den Osterhasen schicken.

Das bunte Osterei

Buntbemalte oder gefärbte Eier gehören in Deutschland zu Ostern einfach dazu. In vielen Religionen ist das Ei ein Zeichen für neues Leben und die Auferstehung. Deshalb passt es perfekt zur Bedeutung von Ostern. Geschichtlich gesehen durfte in der 40-tägigen Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostern kein Fleisch und auch keine Eier gegessen werden. Damit die Eier, die in dieser Zeit gelegt wurden, sich länger hielten, wurden sie hartgekocht. Die Ostereier, die in der Karwoche gelegt wurden, galten dabei als besonders heilig und als Glücksbringer. Um zu unterscheiden, wie alt die gekochten Eier waren, färbte man sie in unterschiedlichen Farben.

Das Osterlamm

Diese Tradition entstammt dem jüdischen Pessachfest, zu dessen Ehren jedes Jahr ein Schaf geschlachtet wurde. Bereits seit der Antike wurden Schafe als Opfertiere zur Besänftigung der Götter dargeboten. Das Lamm steht mit seiner weißen Wolle für Reinheit und als Symbol für das Leben, da es Fleisch, Milch sowie Wolle für Kleidung geben kann. Um diese Tradition weiter zu ehren, werden heute Osterlämmer aus Rührteig gebacken. Diese werden oft kunstvoll verziert und zum Frühstück am Ostersonntag gegessen.

Das Osterfeuer

Am Karsamstag werden am Abend vielerorts große Osterfeuer entfacht, die jährlich viele Zuschauer anlocken. Der Ursprung dieses Osterbrauchs liegt im heidnischen Glauben. Mit dem Frühlingsfeuer sollte die neue Jahreszeit willkommen geheißen und die Sonne wieder angelockt werden, um eine reiche Ernte im Sommer zu ermöglichen. Heute will man mit dem großen Feuer zum einen symbolisch ein Licht der Hoffnung entfachen und zum anderen den Winter vertreiben.

Der Osterspaziergang

Ein ausgiebiger Osterspaziergang am Ostermontag ist in vielen Familien ein fester Bestandteil der Osterbräuche. Die ganze Familie trifft sich, um gemeinsam die Frühlingsnatur zu entdecken und die frische Luft zu genießen. Der Brauch entwickelte sich als Erinnerung an den Emmaus-Gang und wurde später zum weltlichen Osterspaziergang.


Zu diesen überregionalen Bräuchen kommen auch noch viele kleine und individuelle Traditionen hinzu, die jeder Familie eigen sind. Viele Familien basteln in der Osterzeit zusammen und dekorieren den Wohnbereich mit selbstgebastelten Kunstwerken. Hier findest Du eine Übersicht mit vielen Osterideen und Bastelprojekten zum Nachbasteln.

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HinweisIn der Lausitz ist das Bemalen von Ostereiern mit aufwändigen Verzierungen eine richtige Kunst. Die bunten Eier werden nicht nur an Ostern, sondern auch zu Hochzeiten oder Taufen verschenkt.

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Basteln Ostern – Du benötigst für unsere Oster-Bastelideen nur wenige Materialien.

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Quellen und weiterführende Literatur:

[1]https://ostern-feiern.de/osterfeiertage.html
(aufgerufen am 12.02.2020)

[2]https://www.phoenix.de/sendungen/dokumentationen/die-spur-des-osterhasen-a-99752.html
(aufgerufen am 12.02.2020)