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Wiederverwertung und richtige Entsorgung sind wichtige Faktoren in der Kreislaufwirtschaft

Cradle to Cradle – Produkte in der Kreislaufwirtschaft

Cradle to Cradle

Produkte in der Kreislaufwirtschaft

Cradle to Cradle (deutsch: „von der Wiege zur Wiege“, Abkürzung C2C) hat das Ziel, einen endlosen Produktkreislauf und damit eine abfallfreie Wirtschaft zu schaffen. Der Begriff lässt sich auch mit „Ökoeffektivität“ gleichsetzen und wurde erstmals durch den deutschen Chemiker Michael Braungart und den US-Architekten William McDonough geprägt.

Das Vorbild dieses Kreislaufes ist die Natur selbst. Bäume und andere Pflanzen werfen Blüten und Blätter ab, die im nächsten Schritt als Nährstoffe für andere Organismen dienen. Auch mit unseren Gebrauchs- und Verbrauchsgütern ist ein solches System möglich, sofern es konsequent und von Anfang an umgesetzt wird. Im Idealfall entsteht eine Kreislaufwirtschaft ohne Reste. Um das zu erreichen, müssen Produkte so hergestellt werden, dass von Beginn an ihr Ende bedacht wird.

Kreislaufwirtschaft - Produktionsprozesse neu bedacht

Das wichtigste Merkmal des Cradle-to-Cradle-Prinzips ist die Form eines Kreises. Der unendliche Kreis symbolisiert, dass die Produkte und ihre Ressourcen immer weiterverwendet werden. Im C2C-Prinzip werden zwei Kreisläufe unterschieden: Der biologische und der technische Kreislauf[1].

Der biologische Kreislauf

Biologischer Kreislauf für Verbrauchsgüter

Der biologische Kreislauf umfasst Materialien, die organische Stoffe enthalten und nach dem Verbrauch bedenkenlos auf dem Kompost landen können. Es handelt sich also um Verbrauchsgüter. Das sind einerseits alle Lebensmittel und Pflanzen, andererseits können auch T-Shirts, kosmetische Produkte und Verpackungen kompostierbar sein. Ein kompostierbares T-Shirt kann nach der Nutzung dann einfach von der Natur abgebaut werden und dient beispielweise als biologischer Nährstoff für Bäume.

Biologischer Kreislauf für Verbrauchsgüter

Der biologische Kreislauf umfasst Materialien, die organische Stoffe enthalten und nach dem Verbrauch bedenkenlos auf dem Kompost landen können. Es handelt sich also um Verbrauchsgüter. Das sind einerseits alle Lebensmittel und Pflanzen, andererseits können auch T-Shirts, kosmetische Produkte und Verpackungen kompostierbar sein. Ein kompostierbares T-Shirt kann nach der Nutzung dann einfach von der Natur abgebaut werden und dient beispielweise als biologischer Nährstoff für Bäume.

Technischer Kreislauf für Gebrauchsgüter

Im technischen Kreislauf finden sich alle Gebrauchsgüter, die ihren Nutzen erfüllt haben und aus denen man die technischen Rohstoffe weiterverwenden kann. Diese Produkte werden bereits während des Herstellungsprozesses so konzipiert, dass die nächste Nutzungsphase eingeplant ist. Alle verbauten Rohstoffe können im Idealfall nach Gebrauch verlustfrei und unendlich oft zurückgewonnen werden. Der technische Kreislauf bezieht sich auf Materialien, die nur in begrenzter Menge zur Verfügung stehen und deren Weiterverwendung in Anbetracht des steigenden Konsums sinnvoll ist. Ein Beispiel für den technischen Kreislauf kann der MP3-Player sein, der im Idealfall nach der Nutzung vom Handel zurückgenommen, demontiert und in die technischen „Nährstoffe“ zerlegt wird. Danach können die Einzelteile wieder in der Produktion anderer technischer Geräte verwendet werden.

Technischer Kreislauf für Gebrauchsgüter

Im technischen Kreislauf finden sich alle Gebrauchsgüter, die ihren Nutzen erfüllt haben und aus denen man die technischen Rohstoffe weiterverwenden kann. Diese Produkte werden bereits während des Herstellungsprozesses so konzipiert, dass die nächste Nutzungsphase eingeplant ist. Alle verbauten Rohstoffe können im Idealfall nach Gebrauch verlustfrei und unendlich oft zurückgewonnen werden. Der technische Kreislauf bezieht sich auf Materialien, die nur in begrenzter Menge zur Verfügung stehen und deren Weiterverwendung in Anbetracht des steigenden Konsums sinnvoll ist. Ein Beispiel für den technischen Kreislauf kann der MP3-Player sein, der im Idealfall nach der Nutzung vom Handel zurückgenommen, demontiert und in die technischen „Nährstoffe“ zerlegt wird. Danach können die Einzelteile wieder in der Produktion anderer technischer Geräte verwendet werden.

Der technische Kreislauf

Die aktuelle Situation: Cradle to Grave vs. Cradle to Cradle

Ein Großteil unseres Mülls landet noch immer auf Deponien.

Obwohl das Umweltbewusstsein in vielen Ländern steigt, handelt der Mensch immer noch vermehrt nach der entgegengesetzten Devise: Cradle to Grave (deutsch: „von der Wiege zur Bahre“). Die sogenannte Wegwerfgesellschaft produziert in diesem Zusammenhang jede Menge Abfall und trägt erheblich zur Umweltverschmutzung und Ressourcenverschwendung bei. Im Gegensatz zum biologischen und technischen Kreislauf, stellt das Verhalten nach dem Cradle-to-Grave-Modell somit eine endliche Linie ohne Nutzen für nachfolgende Prozesse dar.

Allein in Östereich werden so jährlich pro Bürger über 570 Kilogramm Müll[2] produziert, nur knapp 6 % davon werden tatsächlich auch recycelt[3]. Im Regelfall werden Produkte nach Erfüllung der Funktion also immer noch direkt auf Deponien entsorgt oder verbrannt, ohne, dass sie Ressourcen für weitere wirtschaftliche Prozesse freigeben. Angesichts der steigenden Konsumnachfrage und der erhöhten Umweltbelastung ist das ein Trend, der zum Umdenken anregt.

Viele Menschen möchten umweltbewusster handeln und weniger Müll produzieren. Dies drückt sich beispielsweise darin aus, dass sie Plastikmüll vermeiden und bei Kleidung auf Nachhaltigkeit achten.

Die Cradle-to-Cradle-Zertifizierung

Das Cradle-to-Cradle-Prinzip umfasst verschiedene Merkmale, die bei der Produktion durch ein Unternehmen umgesetzt werden können. Werden die Voraussetzungen bei der Produktion erfüllt, können Unternehmen die Cradle to Cradle®-Zertifizierung erhalten. Je nachdem, in welchem Umfang die Prinzipien umgesetzt werden, erfolgt eine Bewertung nach den Kategorien: Basic, Bronze, Silber, Gold und Platin[4]. Dazu werden folgende Punkte bewertet:

„Abfall ist Nahrung“ – Wiederverwendung aller Materialien

Das wichtigste Merkmal eines Produkts, das dem Cradle-to-Cradle-Modell entspricht, ist die vollständige Wiederverwertung aller Bestandteile. Bei biologisch abbaubaren Produkten ist das die vollständige Kompostierung. Technische Geräte müssen hingegen in die Einzelteile zerlegbar sein, sodass diese der Weiterverarbeitung in der Industrie zugeführt werden können. Damit die Wiederverwendung der Rohstoffe möglich ist, müssen Cradle-to-Cradle-Produkte bereits vor der Herstellung entsprechend designt werden. Das zentrale Motto: „Vorher schon an nachher denken“.

Materialgesundheit und ökologisch unbedenkliche Inhaltsstoffe

Nur durch ökologisch unbedenkliche Inhaltsstoffe kann gewährleistet werden, dass das Produkt nach dem Ver- oder Gebrauch keinen Schaden an der Umwelt anrichtet bzw. vollständig kompostierbar ist. Das bedeutet für technische Geräte, dass die Zerlegung keine giftigen oder umweltschädlichen Substanzen hervorbringt. Alle kompostierbaren Produkte aus organischen Stoffen sollten zudem nach ökologischen Standards angebaut werden. Für den Bereich Kleidung zählt dazu beispielweise die Bio-Baumwolle, die schadstofffrei und ohne Pestizide heranwächst.

Verwendung erneuerbarer Energien

Der Einsatz von Sonnenenergie oder anderen regenerativen Energieformen trägt maßgeblich zum Schutz der Umwelt und ihrer Ressourcen bei. Ziel ist eine Zukunft, in der alle industriellen Abläufe durch 100 Prozent saubere, erneuerbare Energien angetrieben werden. Außerdem wird bewertet, inwiefern CO2-Emissionen für die Herstellungsphasen kompensiert werden.

Verantwortungsvoller Umgang mit Wasser

Für die Produktion eines T-Shirts aus Baumwolle werden in der Industrie rund 2.500 Liter Wasser benötigt – eine Menge, mit der man rund 15 Badewannen füllen könnte. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, Wasser effektiver zu nutzen und den Verbrauch gering zu halten. Zudem spielt auch die Verbesserung der Wasserqualität des Abwassers bei der Bewertung eine Rolle. Dies gilt insbesondere für Produktionsstätten mit Anschluss an vorbelastete Gewässer. Ziel ist es, dass die Wasserqualität nach der Nutzung besser ist als davor.

Förderung sozialer Gerechtigkeit und guter Arbeitsbedingungen

Unternehmen sollen Betriebsabläufe gestalten, die Mensch und Umwelt bei der Herstellung, Nutzung, Entsorgung und Wiederverwendung von Produkten berücksichtigen. Außerdem sollen soziale Grundsätze verwirklicht werden, beispielsweise faire Arbeitsbedingungen und eine Verbesserung der Lebensumstände der Mitarbeiter.

Ökologische Kleidung: Möglichkeiten in der Textilbranche

Nachhaltigkeit in der Bekleidungsindustrie ist ein aktuelles Thema. In der Welt der „Fast Fashion“ sind Kleidungsstücke oft schnelllebig, wobei lediglich Optik und Verkaufsförderung zählen. Eine Weiterverwendung dieser Kleidung wird kaum bedacht. Durchschnittlich besitzt jeder Deutsche etwa 100 Kleidungsstücke im Schrank. Jedes fünfte gekaufte Teil wird so gut wie nie getragen und nur wenige Hosen, Pullover oder T-Shirts werden länger als drei Jahre genutzt. Der persönliche Geschmack und schnell wechselnde Modeerscheinungen sorgen dafür, dass oft noch tragbare Kleidung im Müll landet[5].

Dabei bieten beispielweise Tauschbörsen oder die Weitergabe an Freunde und Verwandte eine gute Möglichkeit, um die Erzeugung von unnötigem Abfall zu vermeiden. Auch kann diese in sogenannten Nähcafés abgegeben werden, in denen mittels Upcyclings neue Dinge aus alten Kleidern entstehen. So kann eine alte Jeans zum Beispiel als Handtasche ein neues Leben beginnen.

Auch Kleidung lässt sich über Kleiderspenden oder Tauschaktionen weiterverwenden

Eine weitere Möglichkeit ist die Weitergabe von Kleidung über eine Kleiderspende. Hilfsorganisationen sammeln alte Kleidung und lassen sie hilfsbedürftigen Menschen zukommen oder geben sie an Textil-Recycling-Unternehmen weiter, die aus den Textilfasern neue Produkte entstehen lassen. Eine Vorstellung wichtiger Anbieter in Österreich für Kleiderspenden finden Sie hier.

Recycelbare oder kompostierbare Kleidung ist ebenfalls ein wirksames Mittel zur Müllvermeidung. Um eine spätere Kompostierung der Materialien zu ermöglichen, müssen bereits bei Anbau und Herstellung natürliche und biologische Stoffe die Basis bilden. Pflanzen dürfen demnach nicht mit Pestiziden oder anderen Chemikalien belastet sein. Es werden nachhaltige Materialien verwendet und natürliche Ressourcen schonend und effizient eingesetzt. Kompostierbare Kleidungsstücke können beispielsweise aus Baumwolle, aber auch aus Hanf und Leinen sein. Je nach Zertifizierung können diese nach der Nutzung einfach auf dem Kompost entsorgt werden.

AchtungNicht jedes Kleidungsstück, das biologisch hergestellt ist, ist automatisch kompostierbar! Achten Sie auf eine entsprechende Kennzeichnung..

AchtungNicht jedes Kleidungsstück, das biologisch hergestellt ist, ist automatisch kompostierbar! Achten Sie auf eine entsprechende Kennzeichnung.

Cradle-to-Cradle-Zertifizierung von C&A

C&A arbeitet eng mit dem Erfinder von Cradle to Cradle William McDonough zusammen und wurde vom Cradle to Cradle Products Innovation Institute mit Cradle to Cradle Certified™ in der Kategorie GOLD bewertet.

Cradle to Cradle Certified™ GOLD bedeutet, dass das Produkt keinerlei bedenkliche Materialien enthält. Außerdem verfügt es über eine vollständige Nährstoffmanagement-Strategie und ist komplett wiederverwertbar. Dazu verzichtet C&A beispielsweise auf ein Label aus Polyester und Nähte aus Nylon, beide sind stattdessen aus Bio-Baumwolle gefertigt.

Ein Produkt der Bewertung GOLD nutzt zudem in der Herstellung zu 50 % erneuerbare Energien für den Produktionsprozess und 50 % der Emissionen vor Ort werden kompensiert. Des Weiteren wurde die Wasserqualität so optimiert, dass abgehende Abwässer aus den Produktionsstätten keine bedenklichen Chemikalien enthalten.

Der abschließende Punkt der Bewertung betrifft die soziale Verantwortung. Hier gilt es, soziale Standards zu verbessern. Das können positive Einflüsse auf die Produktionskette sein oder die Förderung eines sozialen Projekts, mit dem die Lebensbedingungen der Mitarbeiter und der Gemeinschaft verbessert werden[6].

C&A stellt mit den ersten kompostierbaren und C2C-zertifizierten Kleidungsstücken als erstes großes Unternehmen in der Bekleidungsbranche einen Gegenentwurf zur Wegwerfgesellschaft dar und zeigt, dass auch ökologisch und fair produzierte Kleidung erschwinglich sein kann. Die C2C-zertifizierten Kleidungsstücke von C&A sind in unterschiedlichen Schnitten und verschiedenen ansprechenden Farben verfügbar und sind dank Bio-Baumwolle und ausschließlich natürlichen Rohstoffen komplett recycelbar.

C&As Ziel für die Zukunft ist es, eine größere Auswahl an C2C-zerfifizierten Produkten zu schaffen und somit Vorbild für andere Unternehmen zu sein. Gleichzeitig muss auf der Seite der Konsumenten ein bewussterer Umgang mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern erfolgen, um das langfristige Ziel – das umweltbewusste Denken und Handeln – zu stärken.

Mehr zu den C2C-zerfifizierten Kleidungsstücken von C&A finden Sie hier.

Fazit

Cradle to Cradle ist ein ambitioniertes Streben in Richtung Nachhaltigkeit und vollständigem Recycling. Idealerweise können dabei alle in der Produktion eines Produktes verwendeten Materialien am Ende der Nutzungsdauer noch weiter verwertet oder kompostiert werden. Ziel ist eine vollständige Kreislaufwirtschaft, wobei zwischen dem biologischen und dem technischen Kreislauf unterschieden wird.
Durch ein wachsendes Umweltbewusstsein in Gesellschaft und Wirtschaft bemühen sich immer mehr Unternehmen um eine C2C-Zertifizierung. Durch diese werden Produkte hinsichtlich ihrer Wiederverwertbarkeit geprüft und die Nachhaltigkeit des Artikels bestätigt.

Weiterführende Links zum Thema Cradle to Cradle finden Sie unter:

 http://c2c-ev.de/

 http://epea.com/de

 http://www.braungart.com/de

 http://www.mcdonough.com/

 http://www.c2ccertified.org/

Literaturverweise

[1] http://c2c-ev.de/c2c-konzept/kreislaeufe/

[2] https://www.tt.com/wirtschaft/wirtschaftspolitik/15248963/oesterreich-beim-hausmuell-mit-570-kilo-pro-person-sechster-in-eu

[3] https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/plastikmuell-deutschland-recycelt-nur-5-6-prozent-des-abfalls-a-1248715.html

[4] http://www.c2ccertified.org/

[5] https://www.greenpeace.de/files/publications/20151123_greenpeace_modekonsum_flyer.pdf

[6] http://www.c2ccertified.org/get-certified/product-certification

Bildquellen

iStock.com/KatarzynaBialasiewicz

iStock.com/vchal

iStock.com/Björn Forenius