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Die richtige Schlafumgebung für Babys und Kleinkinder

Die richtige Schlafumgebung für Babys und Kleinkinder

Die richtige Schlafumgebung für Babys und Kleinkinder

Gesunder und sicherer Schlaf ist wichtig für die Entwicklung von Kindern und Babys. Der Ratgeber zum Thema Babyschlaf versucht mit Hilfe verschiedener Experten und Institutionen, wie dem Bundesministerium für Familie, die Antwort auf die wichtigsten Fragen zum Thema Babyschlaf zu geben.

Die richtige Schlafumgebung ist wichtig für einen gesunden Schlaf und nach aktuellem Stand der wissenschaftlichen Forschung auch ein wesentlicher Faktor für einen sicheren Säuglingsschlaf. Unsere Tipps zeigen Dir, was Eltern bei der Schlafumgebung eines Säuglings beachten sollten, um einen sicheren und möglichst störungsfreien Schlaf  für Kinder (und Eltern) zu gewährleisten. Für Kinder ab einem Jahr gelten wiederum andere Empfehlungen, die sich an das Schlafverhalten und den wachsenden Fähigkeiten des Kleinkindes orientieren.

Wie sieht die optimale Schlafumgebung für Babys bis zu einem Jahr aus?

Schlafexperten raten dazu, Babys unter einem Jahr mit im Elternschlafzimmer schlafen zu lassen. Das hat Vorteile für beide Seiten: Die Eltern können schneller und bequemer auf die nächtlichen Bedürfnisse des Kindes eingehen und das Baby schläft durch die gleichmäßigen Atemgeräusche und die Nähe der Eltern besser.

Die Frage „Eigenes Babybett oder Familienbett?“ stellt sich für viele Eltern. Bezüglich des gemeinsamen Familienbettes gehen die Meinungen auseinander: Während einige Experten davon abraten, befürworten andere es ausdrücklich. Die körperliche Nähe in einem Familienbett sorgt für ruhigere Nächte und das nächtliche Stillen wird erleichtert. Ein eigenes Babybett in der Nähe des Elternbettes hingegen ist laut verschiedener Studien der sicherste Schlafplatz für ein Baby.

Mutter bringt ihr Baby ins Bettchen

In jedem Falle müssen folgende Sicherheitsregeln beachtet werden, wenn das Baby mit im Elternbett schläft:

  • Kein Erwachsener im Familienbett darf Raucher sein, reaktionsvermindernde Medikamente, Schlafmittel, Alkohol oder Drogen konsumiert haben
  • Das Bett sollte breit genug sein – mindestens 160 cm, besser noch 180 cm breit
  • Die Matratze sollte fest sein – in sehr weichen Schaumstoffmatratzen besteht Erstickungsgefahr
  • Das Baby darf nicht in der Matratzenritze liegen
  • Das Baby liegt auf Kopfhöhe der Erwachsenen
  • Kissen und Decken dürfen nicht in Kopfnähe rutschen
  • Das Baby darf nicht aus dem Bett herausfallen können oder zwischen Bett und Wand eingeklemmt werden
  • Das Baby darf nicht neben größeren Kindern schlafen

Ob das Baby nun im Babybett oder im Elternbett schläft – bei der Gestaltung einer sicheren und gesunden Schlafumgebung gibt es einiges zu beachten.

Welche Empfehlungen gelten für ein sicheres Babybett?

Bei diesem Thema sind sich die Experten von Bundesministeriums für Familie einig:

Kein Spielzeug oder Schnullerketten im Bett: Schnullerketten oder Spielsachen mit langen Bändern bergen das Risiko, dass sich das Kind damit im Schlaf stranguliert. Auch größere Kuscheltiere könnten sich auf Nase und Mund des Babys legen und zum Ersticken führen. Spielzeug und Co. haben im Babybett nichts verloren.

Rücken- oder Seitenlage: Kinderärzte empfehlen die Rückenlage, denn es ist die sicherste Schlafposition, da die Atmung in Rückenlage am freisten fließen kann. Für Babys, die häufig spucken, bietet sich außerdem die Seitenlage an. Einige Babys schlafen jedoch weder in Rücken- noch in Seitenlage – in diesem Falle kann die Bauchlage manchmal die einzige Lösung sein.

Kein Kissen, Nestchen, Betthimmel und Co.: Babys brauchen noch keine Kopfkissen. Auch Nestchen oder Betthimmel behindern die Zufuhr frischer Luft. Es ist möglich, dass sich das Kind darin verwickelt oder mit dem Gesicht daran einschläft, was die Atmung behindern kann.

Luftdurchlässige, mittelharte Matratze: Qualitativ hochwertige Matratzen für Babys sind luftdurchlässig und nicht zu weich. Sie haben einen abziehbaren, waschbaren Bezug. Verschiedene Gütesiegel weisen zudem auf Schadstofffreiheit hin.

Schlafsack statt Decke: Ein gut sitzender Schlafsack kann nicht über das Gesicht rutschen und die Atmung des Kindes behindern. Außerdem kann sich das Baby nicht aufdecken und eine optimale Schlaftemperatur ist leichter zu gewährleisten. Weitere Infos:

Die optimale Schlafumgebung für Babys bis zu einem Jahr

Welche Empfehlungen gelten für ein sicheres Schlafzimmer?

Auch hier haben die Schlafexperten von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung konkrete Tipps für Euch:

Das optimale Raumklima: Im Idealfall liegt die Temperatur im Schlafzimmer zwischen 16 und 18°C, der Raum ist gut gelüftet und die Luft nicht zu trocken. Auf keinen Fall darf in dem Zimmer, in dem ein Baby schläft, geraucht werden!

Abstand zum Fenster: Zugluft ist durch einen entsprechenden Abstand zum Fenster zu vermeiden. Außerdem sollten Rolloschnüre und Vorhänge weit genug entfernt sein, dass das Baby sich darin nicht verwickeln kann.

Sichere Entfernung von elektrischen Geräten: Auch elektrische Geräte wie Nachttischlampen sollten so weit vom Schlafplatz des Babys entfernt sein, dass es nicht an Kabeln ziehen und sich durch herunterfallende Geräte verletzen kann.

Abgedunkeltes, ruhiges Zimmer: Das Zimmer sollte abzudunkeln und eher ruhig gelegen sein. Absolute Ruhe ist nicht nötig, normale Geräusche stören den Schlaf von Kindern nicht.

Haustiere fernhalten: Haustiere könnten sich auf das Baby legen und stellen so eine große Gefahr da. Sie sollten deshalb unbedingt vom Schlafplatz ferngehalten werden.

Wie sieht die optimale Schlafumgebung für Kleinkinder über einem Jahr aus?

Für Kinder ab dem Alter von einem Jahr gelten weitaus weniger Vorsichtsmaßnahmen als für Säuglinge. Die Kinder werden ihre Schlafposition mittlerweile selbst wählen, sie haben im ersten Lebensjahr viele Fähigkeiten entwickelt. Ob sie im Familienbett schlafen oder im eigenen Bett wird zur reinen Geschmackssache, ein Sicherheitsrisiko wird von Experten nicht mehr gesehen. Flache Kissen und Decken können benutzt werden, obwohl Schlafsäcke noch immer den großen Vorteil bieten, dass sich die Kinder nicht versehentlich aufdecken können. Kuscheltiere oder andere Schlummergesellen sind erlaubt und können das selbständige Einschlafen vereinfachen.

Die Tipps zum sicheren Schlafzimmer sollten dennoch weiter beachtet werden, um gute Schlafvoraussetzungen zu schaffen. So haben Haustiere weiterhin nichts im Schlafzimmer zu suchen und elektrische Geräte sowie andere längere Schnüre und Kabel sollten weit genug vom Bett entfernt sein, dass sie das Kind nicht zu fassen bekommt. Die Luft sollte frisch und unbedingt rauchfrei sein.

Mutter und Kind schlafen

Quellen und weiterführende Literatur:

https://www.kindergesundheit-info.de/themen/schlafen/

http://www.familien-wegweiser.de/wegweiser/Service/volltextsuche.html?searchText=schlaf