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Die richtige Schlafumgebung für Babys und Kleinkinder

Methoden zur Unterstützung eines gesunden Schlafs

Methoden zur Unterstützung eines gesunden Schlafs

Gesunder und sicherer Schlaf ist wichtig für die Entwicklung von Kindern und Babys. Der Ratgeber zum Thema Babyschlaf versucht mit Hilfe verschiedener Experten und Institutionen, wie dem Bundesministerium für Familie, die Antwort auf die wichtigsten Fragen zum Thema Babyschlaf zu geben.

Kinder sind grundlegend verschieden: Manche schlafen ohne Probleme die Nacht durch, andere Kinder wiederum brauchen Kontakt zu ihren Eltern, um ruhige Nächte zu haben. Ist für Dich das Ein- und Durchschlafen Deines Kindes ein dauerhaftes Problem? Dies kann viele Gründe haben: Zunächst sollten natürlich körperliche Ursachen durch einen Arzt ausgeschlossen werden, häufig aber sind ungünstige Schlafgewohnheiten für die Schlafschwierigkeiten verantwortlich. Das Wiegen des Kindes wirkt beruhigend und wirkt sich auch positiv auf den Schlaf des Kindes aus – dies war schon damals ein Trick unserer Großmütter. Aber Kinder, die zum Einschlafen herumgetragen werden, gewöhnen sich schnell an diese Einschlafhilfe und fordern sie – zur Not lautstark – ein. Es ist normal, dass Kinder nachts mehrmals kurz aufwachen, sollte Dein Kleines an eine aufwendige Einschlafhilfe gewöhnt sein, wird es diese auch nachts wieder einfordern und die Nächte werden turbulent. Weitere Information zum Thema:

Ungünstigen Schlafgewohnheiten beugt man am besten frühzeitig vor und hilft dem Kind damit, besser zu schlafen. Jedes Kind und jede Familie ist dabei anders. Was in einer Familie oder bei einem Kind sehr gut funktioniert, kann in einer anderen Familie ein völlig anderes Ergebnis haben. Probiere nicht zu viele verschiedene Ratschläge aus und überlege Dir, was sich für Dein Kind und Deine Situation richtig anfühlt. Hole Dir gegebenenfalls frühzeitig Hilfe von Hebammen, Ärzten, Familienberatungen und anderen Beratungsstellen.

Wie funktioniert Pucken zur Unterstützung eines ruhigen Schlafs von Neugeborenen?

Mutter läuft mit dem Baby auf dem Arm durch die Wohnung, damit es einschläft

Neugeborene Babys schlafen noch unregelmäßig und eine Entwicklungsphase wechselt sich mit der nächsten ab. Wichtig ist, dass sie vor dem Schlafen satt und sauber sind, denn wenn sie Hunger haben, wachen sie wieder auf und möchten trinken. Babys brauchen vor allem Geborgenheit, um zu schlafen.

Manche Babys finden nicht in den Schlaf, wenn sie ungehindert strampeln können, sie beruhigen sich besser, wenn sie gepuckt werden. Dabei wird das Baby eng in ein Tuch eingewickelt, Arme und Beine können sich dann nicht mehr unkontrolliert bewegen. Pucken vermittelt ihm das Gefühl der Begrenzung, das das Kind noch aus dem Mutterleib kennt. Das Baby kann sich und seine warme begrenzende Umhüllung spüren, sich aber dennoch bewegen. Die Geborgenheit, Ruhe und Wärme des Puckens fördern den Schlaf des Kindes.

Schritt-für-Schritt-Anleitung für richtiges Pucken

Anleitung zum richtigen Pucken

  1. Zuerst wird ein ausreichend großes Tuch oder eine Decke (ca. 80 x 80 cm) auf einer weichen Unterlage ausgebreitet. Das obere Ende wird eingeschlagen.
  2. Das leicht bekleidete Baby (mit Body oder Hemdchen und Windel) in Rückenlage an den oberen Rand des Tuches legen, so dass um den Kopf herum noch ein Rand bleibt.
  3. Danach das untere Ende des Pucktuchs nach oben so einschlagen, dass der Säugling noch die Beine strecken kann.
  4. Eine der Ecken Richtung Mitte einschlagen, so dass die Ärmchen eingepackt werden.
  5. Jetzt die andere Seite auf die gleiche Weise einschlagen.
  6. Eventuell das Pucktuch nun fixieren, manche Tücher sind mit Bändern oder Verschlüssen ausgestattet.

Das Baby sollte nicht zu locker gepuckt sein, sondern den leichten Druck der Begrenzung spüren, um sich geborgen zu fühlen.

Nicht alle Babys mögen es, gepuckt zu werden. Hebammen empfehlen, dass Babys ausschließlich dann gepuckt werden sollten, wenn sie sich dabei wohl fühlen und keinesfalls gegen ihren Willen.

Welche Methoden können das Ein- und Durchschlafen von Babys und Kleinkindern unterstützen?

Am besten beugt man ungünstigen Schlafgewohnheiten frühzeitig vor, schon ab einem Alter von wenigen Wochen sollte man auf schlafförderndes Verhalten am Tag und Einschlafrituale am Abend achten.

So wie das Kind am Abend einschläft, will es auch in der Nacht wieder einschlafen. Die Grundregel lautet deshalb: Das Kind müde, aber noch wach ins Bett legen und die Schlafumgebung nach dem Einschlafen nicht mehr verändern. Lernt das Baby frühzeitig, ohne Hilfe einzuschlafen, wird es besser durchschlafen, da es auch nachts wieder ohne Hilfe einschlafen kann. Hilfreich sind:

  1. Ausreichend Bewegung am Tag
  2. Ein fester Tagesrhythmus
  3. Zuwendung, Geborgenheit und Sicherheit – am Tag und in der Nacht
  4. Kein Zwang zum Mittagsschlaf, wenn das Kind mittags nicht mehr müde ist
  5. Ein Einschlafritual und ruhige Atmosphäre am Abend
  6. Richtige Schlafumgebung
  7. Einschlafhilfen wie Kuscheltiere oder Schnuffeltücher (ab 12 Monaten)
  8. Ein Schnuller kann Schwierigkeiten bereiten, wenn das Kind ohne nicht (wieder) einschlafen kann
  1. Ausreichend Bewegung am Tag
  2. Ein fester Tagesrhythmus
  3. Zuwendung, Geborgenheit und Sicherheit – am Tag und in der Nacht
  4. Kein Zwang zum Mittagsschlaf, wenn das Kind mittags nicht mehr müde ist
  5. Ein Einschlafritual und ruhige Atmosphäre am Abend
  6. Richtige Schlafumgebung
  7. Einschlafhilfen wie Kuscheltiere oder Schnuffeltücher (ab 12 Monaten)
  8. Ein Schnuller kann Schwierigkeiten bereiten, wenn das Kind ohne nicht (wieder) einschlafen kann

Wie lässt sich ein gesunder Schlaf durch Aktivitäten am Tag fördern?

Bei diesem Thema sind sich die Experten von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung einig:

Ein Kind, das tagsüber genügend altersgerechte Erfahrungen machen kann, das ausgelastet ist und dessen Eigenständigkeit gefördert wird, hat beste Voraussetzungen, um nachts gut zu schlafen. Wenn das Kind tagsüber unterstützt wird, sich selbst auszuprobieren und ihm die Eltern und andere Bezugspersonen dabei die Nähe geben, die es braucht, ist das eine gute Grundlage, da sich das Kind auch in der Nacht weniger schnell verlassen fühlt und selbständiger und besser schläft.

Viel Bewegung an der frischen Luft sorgt für eine angenehme Erschöpfung am Abend. Je nach Bewegungsdrang braucht jedes Kind sein eigenes Maß an Toben und Spielen, um ausgelastet zu sein. Zusätzlich zu körperlicher Bewegung brauchen Kinder Beschäftigung, die ihr Denken fordert und anregt. Steht ihnen ausreichend Raum und die Möglichkeit zur Verfügung mit anderen Kindern, allein und mit Erwachsenen zu spielen, sind sie abends zufrieden und müde.

Kurse für Babys und Kleinkinder bieten je nach Schwerpunkt Spaß, wertvolle Erfahrungen und Anregungen für die Kleinen und nette Kontakte für die Eltern. Das Angebot an Baby-Kursen ist dabei riesig.

Babymassage oder Babyyoga

Babymassage und Babyyoga für die Kleinsten werden separat oder in Kombination mit einem Rückbildungskurs angeboten. Es geht vor allem um die körperliche Nähe zwischen Eltern und Kind. Mit sanften Massagegriffen sorgen die Eltern für liebevolle Berührungen und Entspannung oder zarte Dehnung. Die erlernten Griffe können vor dem Zubettgehen zu Hause praktiziert werden, dadurch kommen die Babys besser zur Ruhe.

Babyschwimmen

Muskeln und Gleichgewichtssinn werden beim Babyschwimmen gestärkt und das Planschen im Wasser macht den meisten Kindern viel Spaß. Außerdem gehört der enge Körperkontakt mit Mama oder Papa dazu. Durch den Kontakt zum Wasser und die intensive Bewegung sind die Kinder nach dem Babyschwimmkurs richtig müde und „ausgepowert“.

PEKiP

Der Klassiker unter den Baby-Kursen: Das „Prager Eltern-Kind-Programm“. Gestartet wird ab einem Alter von ca. 4 – 6 Wochen. Die Eltern regen zum Spielen und Bewegen an und begleiten damit die kindliche Entwicklung. Die Babys sind dabei nackt und können sich so besser spüren. Der erste Kontakt zu anderen Babys kann geknüpft werden.

Sport und Bewegungskurse für Kleinkinder

Es werden zahlreiche verschiedene Sport- und Bewegungskurse für Kleinkinder angeboten. Dort wird sich mit oder ohne Musik bewegt und es werden Bewegungsspiele angeboten. Es geht vor allem um den Spaß an der Bewegung und die Förderung der kindlichen Motorik.

Musikalische Früherziehung

Die Kinder können Instrumente ausprobieren, singen oder hören Lieder und sollen ganz allgemein Rhythmus und Melodie spüren. Das Angebot richtet sich in der Regel an Kinder unterschiedlicher Altersstufen, die Inhalte sind entsprechend an die Entwicklung der Kinder angepasst.

Spielgruppen

Hier steht vor allem der Kontakt zwischen gleichaltrigen Kindern und zwischen den Eltern im Vordergrund. Es wird gespielt, gesungen und sich bewegt. Spielegruppen laufen meist über einen langen Zeitraum. Soziale Kontakte können geknüpft werden, Freundschaften entstehen und Kinder können sich optimal auf den Kindergarten vorbereiten.

Kleinkinder spielen in der Spielegruppe, während sich die Mütter unterhalten

Weitere pädagogische Konzepte

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher pädagogischer Ansätze zur Förderung von Babys und Kleinkindern. Entsprechend facettenreich sind die Angebote: ElBa, FenKid, DELFI, FABEL oder Pikler. Je nach Schwerpunkt geht es um Kommunikation mit dem Kind, Stärkung sozialer Kompetenzen, Wahrnehmung und Bewegung oder Befähigung zur Selbständigkeit.

Quellen und weiterführende Literatur:

Ulla Nedebock (2014): Babys brauchen Bewegung: Mit Spielen und Anregungen zu den ersten Schritten. So fördern Sie die Entwicklung Ihres Kindes. Für Kinder von 0 bis 2 Jahren. Humboldt Verlag, 1. Auflage.

Andre Kahn (2001): Die Schlafschule: Mein Kind lernt schlafen. dtv, 1. Auflage.

https://www.hebammenverband.de

https://www.kindergesundheit-info.de/themen/schlafen/

http://www.familien-wegweiser.de/wegweiser/Service/volltextsuche.html?searchText=schlaf