Richtigen Lichtschutzfaktor bestimmen: Welchen Lichtschutzfaktor brauchst du?
Generell beschreibt der Lichtschutzfaktor (LSF), welchen Schutz ein Produkt vor der UV-B-Strahlung der Sonne bietet. Falls das Sonnenschutzmittel vor UV-A-Strahlen schützt, findet sich auf dem Produkt eine separate Kennzeichnung. Welche Auswirkungen UV-Strahlung auf die Haut hat, kannst du auf unserer Übersichtsseite „Sonnenschutz-Tipps für jede Situation“ nachlesen.
Um einen geeigneten und umfassenden Sonnenschutz für dich zu bestimmen, musst du zum einen wissen, welchen Lichtschutzfaktor du in einer bestimmten Region benutzen musst und wie lange du grundsätzlich in der Sonne bleiben darfst.
Welchen Lichtschutzfaktor brauchst du? – Eigenschutzzeit nach Hauttyp
Die Eigenschutzzeit der Haut variiert je nach Hauttyp. Die nachfolgende Tabelle kann dir dabei helfen, grob abzuschätzen, welchem Hauttyp du entsprichst. Die konkrete Bestimmung sollte jedoch durch einen Dermatologen erfolgen.
Hauttyp 1: sehr helle Haut, helle Augenfarbe, rotes bis hellblondes Haar, Sommersprossen, bräunt nie (Eigenschutzzeit: unter 10 Minuten)
Hauttyp 2: helle Haut, blonde bis hellbraune Haare, Sommersprossen möglich, bräunt kaum (Eigenschutzzeit: 10 – 20 Minuten)
Hauttyp 3: helle bis hellbraune Haut, dunkle Augenfarbe, dunkelblonde bis braune Haare, bräunt schneller (Eigenschutzzeit: 20 – 30 Minuten)
Hauttyp 4: hellbraune bis olivfarbene Haut, dunkle Augenfarbe, dunkles Haar, bräunt schnell (Eigenschutzzeit: 30 – 45 Minuten)
Hauttyp 5: dunkelbraune Haut, dunkelbraune Augen, dunkelbraunes bis schwarzes Haar (Eigenschutzzeit: 45 – 60 Minuten)
Hauttyp 6: dunkelbraune bis schwarze Haut, dunkelbraune Augen, schwarzes Haar (Eigenschutzzeit: unter 90 Minuten)
Bedenke dabei, dass diese Einteilung nicht für sensible Kinderhaut gilt: Kinder benötigen stets einen höheren Sonnenschutz als Erwachsene. Babys und Kleinkinder sollten sich unabhängig vom Hauttyp nicht ungeschützt in der Sonne aufhalten.
Um den richtigen Lichtschutzfaktor (LFS) für die Arbeit im Garten oder für den nächsten Strandurlaub zu bestimmen, solltest du dich informieren, welchen UV-Index (UVI) die Region besitzt. Auf einer Skala von 1 bis 12 wird so die Intensität der Sonne gemessen. In Österreich wird im Flachland in der Regel ein Höchstwert von 8 erreicht. Im Hochgebirge sind allerdings auch höhere Werte möglich. In den Tropen dagegen kann auch der Maximalwert von 12 auftreten. Der UV-Index wird vom Wetterdienst für die jeweilige Region bestimmt. Das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie empfiehlt, ab einem UV-Index von 3 geeignete Schutzmaßnahmen einzusetzen. Welchen Lichtschutzfaktor du demnach mindestens benötigst, kannst du mit folgender Formel errechnen:
Hauttyp 1: UV-Index mal 4 = benötigter LSF
Hauttyp 2: UV-Index mal 3 = benötigter LSF
Hauttyp 3 bis 6: UV-Index mal 2 = benötigter LSF
Der Lichtschutzfaktor des Sonnenschutzes garantiert dir eine zeitlich begrenzte Verweildauer in der Sonne. Durch das Sonnenschutzmittel wird die Eigenschutzzeit der Haut verlängert. Um die Schutzzeit in Minuten zu erhalten, multiplizierst du deine Eigenschutzzeit mit dem angegebenen Lichtschutzfaktor der Sonnencreme. So erhältst du deine maximale Verweildauer in der Sonne, welche sich auch durch Nachcremen nicht verlängern lässt.