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Mädchen mit heller Kleidung auf de Schulweg

Sichtbarkeit ist Sicherheit – So kommen Deine Kinder sicher an

Auf dem Schulweg lauern für Kinder viele Gefahren. Besonders in den Wintermonaten nimmt die Zahl der Unfälle zu. Vor Schulbeginn ist es draußen meist noch dunkel und auch am Abend setzt die Dämmerung früher ein. Durch Regen, Nebel oder Schnee wird die Sicht zusätzlich behindert. Werden Kinder im Straßenverkehr nicht rechtzeitig gesehen, kann dies schwere Folgen haben. So verunglücken jedes Jahr rund 30.000 Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr.[1]

Reflektierende Bekleidung für mehr Sicherheit auf dem Schulweg

Kinder sollten insbesondere in der düsteren Jahreszeit dunkle Jacken und Hosen vermeiden. Diese sind bei schlechten Lichtverhältnissen kaum zu erkennen. Helle und auffällige Farben schaffen dagegen einen Kontrast zur Umgebung und werden von Autofahrern besser gesehen. Damit nimmt die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr zu.

Einen zusätzlichen Schutz bieten Reflektoren. Durch diese erhöht sich die Sichtbarkeit in der Dunkelheit deutlich. Da die Reflektoren das auftreffende Licht zurückstrahlen, erkennen Autofahrer die Kinder früher und können ihr Tempo verringern. Dadurch bleiben sie im Notfall rechtzeitig stehen und das Unfallrisiko reduziert sich drastisch. Zudem fühlen sich Kinder in der Dunkelheit meist unwohl und unsicher. Wenn sie durch helle Kleidung und Reflektoren eher auffallen, bekommen Kinder ein besseres Gefühl auf dem Schulweg.

Reflektoren gibt es in vielen verschiedenen Varianten. Teilweise sind diese schon in der Kinderkleidung integriert, z. B. bei Jacken. Dabei sind die Reflektoren an der Vorder- und Rückseite sowie an den Seiten der Kleidung angebracht. Wird das Kind von einem Scheinwerfer angestrahlt, ist es durch die reflektierende Kleidung aus allen Richtungen gut zu erkennen.

Kleiner Junge in leuchtender Jacke und mit Reflektoren ausgestattetem Schulranzen auf dem Schulweg

Als Alternative kann die Kleidung auch selbst mit Reflektoren ausgestattet werden. Dafür nutzt Du am besten Reflektoren zum Aufnähen, Aufbügeln oder Aufkleben. Zudem gibt es diese auch zum Umhängen oder als Klickband. Reflektoren sollten der Norm DIN EN 13356 entsprechen. Diese bündeln das einfallende Licht und strahlen es fast ohne Verluste zurück. Zudem sollte ein GS-Siegel darauf abgebildet sein. Dies bestätigt die Produktsicherheit sowie die Übereinstimmung mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen. Damit stellst Du sicher, dass die Reflektoren für Kinder im Straßenverkehr geeignet sind.

Das Licht des Scheinwerfers eines sich nähernden Autos strahlt zuerst den unteren Bereich des Körpers an. Reflektoren an der Hose und den Schuhen sind demnach extrem wichtig. Für den oberen Körperbereich kann ein Reflektorkragen über die Jacke gezogen werden. Auch auf der Mütze sind Reflektoren sinnvoll.

Eine weitere Möglichkeit sind reflektierende Armbänder oder Anhänger, die bei Lichteinfall aufleuchten. In einigen Grundschulen bekommen Kinder zum Schulanfang sogar Warnwesten geschenkt, damit sie ihren Schulweg sicher meistern.

Die Wahl des Schulranzens

Auf dem Schulweg wird die helle reflektierende Kleidung eines Kindes teilweise vom Schulranzen überdeckt. Aus diesem Grund sollte dieser ebenso in hellen und leuchtenden Farben gewählt werden. Auch Leuchtflächen und Reflexelemente sollten vorhanden sein.

Die Norm DIN 58124 gibt einige Anforderungen an den Schulranzen vor. So sollte dieser ergonomisch, wasserdicht und sicher sein. Für die Sicherheit ist ein Mindestmaß an optischer Warnwirkung nötig. Dafür müssen 10 Prozent der Vorder- und Seitenanteile aus reflektierendem Material und 20 Prozent aus hell leuchtendem (fluoreszierendem) Material bestehen. Bei diesem Material eignen sich die Farben Rot, Orange und Gelb besonders gut.[2]

Reflektoren, die zusätzlich am Schulranzen angebracht werden, sollten mindestens 2 cm groß sein. Nur dann sind sie auch effektiv. Abgesehen davon hast Du bei der Form freie Wahl. Um Kindern eine Freude zu bereiten, eignen sich z. B. Reflektoren in Form von Tieren oder anderen Figuren besonders gut. Auch die Farbe der Reflektoren ist ausschlaggebend für die Sicherheit, denn Gelb und Weiß leuchten in der Dunkelheit besser als andere Farben.

Zusätzlich zu den Reflexelementen sorgen auch kleine Blinklichter für mehr Helligkeit. Diese kannst Du am Schulranzen oder auch an der Kleidung der Kinder befestigen. Solche Lichter dienen allerdings nur als Ergänzung. Allein erzeugen sie nur wenig Licht und bieten keinen ausreichenden Schutz.

Kinder in dunkler Kleidung werden von Autofahrern später gesehen

Abends in der Dunkelheit ist die Sehschärfe des Menschen geringer als am Tag. Autofahrer, die auf einer beleuchteten Straße fahren, sind sich dessen jedoch häufig nicht bewusst.

Da Laternen vereinzelte Lichtkegel auf die Straße werfen, gehen Autofahrer davon aus, alles in der Umgebung sehen zu können. Dadurch passen sie ihre Geschwindigkeit an ihre Wahrnehmung an und sind weniger aufmerksam. Dabei fokussieren sie sich allerdings nur auf die beleuchteten Objekte. Gegenstände, die im Dunkeln liegen, erkennen sie kaum. Ein in dunklen Farben gekleidetes Kind wird von Autofahrern schnell übersehen. Wenn Kleidung und Schulranzen mit ausreichend Reflektoren ausgestattet sind, sind Kinder auf dem Schulweg deutlich besser vor Gefahren geschützt. So werden sie auch im Dunkeln oder zwischen Straßenlaternen gesehen. Ein Kind mit dunkler Kleidung wird häufig erst in einer kurzen Distanz erkannt. Ab diesem Punkt können Autofahrer oft nicht mehr rechtzeitig bremsen oder ausweichen. Folgende Richtwerte können dabei beachtet werden:

Schlechte Sicht aus dem Auto

  • Ein Kind mit dunkler Kleidung und ohne Reflektoren wird aus einer Entfernung von etwa 25 Metern gesehen.
  • Ein Kind mit heller Kleidung und ohne Reflektoren wird aus einer Entfernung von etwa 40 Metern gesehen.
  • Ein Kind mit heller Kleidung und Reflektoren wird bereits aus einer Entfernung von 140 Metern gesehen.[3]

Die Geschwindigkeit eines Autofahrers beeinflusst das Risiko eines Unfalls zusätzlich. Je höher das Tempo, desto länger benötigt das Auto zum Anhalten. So beträgt der Bremsweg bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h 28 Meter. Bei 65 km/h verlängert sich der Bremsweg auf 40 Meter. Um das Auto bei 100 km/h zum Stehen zu bringen, wird eine Strecke von 80 Metern zurückgelegt.[4] Auf einer Landstraße kann ein Autofahrer bei 100 km/h beispielsweise nicht rechtzeitig anhalten, wenn dieser ein Kind in dunkler Kleidung zu spät erkennt. Dadurch ist ein Unfall vorprogrammiert. Erkennt der Autofahrer das Kind frühzeitig in der Umgebung, droht keine Gefahr.

Fazit

Die Sichtbarkeit von Kindern im Straßenverkehr ist ein wichtiger Faktor für die Sicherheit auf dem Schulweg. Mit heller und reflektierender Kleidung sind Kinder für Autofahrer deutlich besser erkennbar. Auch der Schulranzen sollte in hellen Farben leuchten und reflektieren. Wenn noch keine Reflektoren vorhanden sind, sollten diese auf jeden Fall nachgerüstet werden. Durch die bessere Sichtbarkeit verringert sich somit das Unfallrisiko. So sind Kinder auf die dunkle Jahreszeit vorbereitet und sicher auf dem Schulweg unterwegs.