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Der Hochzeitsanzug: Vom Stresemann bis zum Cutaway

Hochzeitsanzüge haben eine lange Tradition. Schon seit der Antike gilt es als selbstverständlich, den schönsten Tag im Leben gebührend zu feiern - und dazu gehört natürlich auch das passende Outfit. Genau wie das Brautkleid die Schönheit der Braut zur Geltung bringen soll, hat der Herrenanzug die Aufgabe, den Status seines Trägers zu unterstreichen. Im Mittelalter und in der Renaissance waren Hochzeiten laut und bunt. Dies galt auch für das Hochzeitsoutfit, das sich durch auffällige Muster und grelle Farben von der schlichten Alltagskleidung abhob. Aufwendige Schnitte und opulente Verzierungen waren bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, als die Französische Revolution auch in der Mode für grosse Umwälzungen sorgte, an der Tagesordnung.

Ein schwarzer Herrenanzug war zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Mode. Diese Entwicklung war vor allem den britischen Dandys zu verdanken, die die Herrenmode für immer verändern sollten. Die Dandys waren zwar auf ihr Äusseres bedacht - Berichten zufolge soll der "Vater des Dandytums" Beau Brummell ganze fünf Stunden benötigt haben, um sich zurechtzumachen - doch war ihr Stil im Vergleich zu den Ausschweifungen früherer Jahrhunderte erstaunlich nüchtern. Grosser Wert wurde auf die Auswahl des Materials gelegt - eine Gepflogenheit, die auch heute noch zu den wichtigsten Kriterien bei der Wahl eines Hochzeitsanzugs zählt.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts nahmen die Herren-Anzüge zwei Formen an, die sich in kaum veränderter Ausführung immer noch grosser Beliebtheit erfreuen: Der ab 1900 getragene Cutaway, der sich als "Frack für den Tag" aus dem Gehrock entwickelte, ist vor allem im angelsächsischen Raum verbreitet. 1925 entstand der Stresemann: Dieser Anzug ist drei-teilig und besteht aus einer gestreiften Hose, einem dunklen Jackett mit steigendem Revers und einer Weste.

Hochzeitsanzug

Hochzeitsanzug

Der grosse Tag steht bevor, die Hochzeitslocation ist bereits gebucht, und die Einladungen sind auch schon verschickt. Höchste Zeit, sich nach einem passenden Hochzeitsanzug umzusehen. Aber welcher Herrenanzug passt zur Hochzeit? Bei C&A erfahren Sie, worauf Sie beim Hochzeitsoutfit achten müssen und welche Varianten Ihnen zur Verfügung stehen, damit Sie neben Ihrer Liebsten eine gute Figur machen.

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Hochzeitsanzüge bei C&A: Finden Sie jetzt Anzughose, Sakko und Co.

Wie Sie sich bei Ihrer Hochzeit präsentieren möchten, ist weitgehend Geschmackssache. Viele Paare feiern ihre Hochzeit mit einem ausgefallenen Fest, dem ein spezifisches Motto zugrunde liegt. Aber selbst wenn Sie es in Jeans und T-Shirt oder ganz im Retro-Stil krachen lassen wollen, ist etwas Traditionelles für die eigentliche Eheschliessung stets eine gute Wahl.

Vor allem bei Männern, die im Alltag nie oder nur selten einen Anzug tragen, wirft die Wahl eines Hochzeitanzugs viele Fragen auf: Muss sich ein Hochzeitsanzug von einem Anzug für den Alltag unterscheiden? - Nein, das muss er nicht, und als Bräutigam können Herren ruhig auf eine elegante Anzughose, ein Sakko und Business-Hemden mit Fliege zurückgreifen. Für viele Männer ist dies eine überaus vernünftige Entscheidung, da sich der Hochzeitsanzug auf diese Weise auch zu vielen anderen Gelegenheiten tragen lässt. Entscheiden Sie sich für einen Frack oder die Cutaway-Variante, sind spätere Einsatzmöglichkeiten eher begrenzt.

Smoking oder Business-Anzug? - Die beliebtesten Hochzeitsanzüge auf einen Blick

  • Klassisch: Im Smoking zur Hochzeit
    Smokings gehören zwar auch zur Abendgarderobe, gelten jedoch im Vergleich zum Frack als weniger formell. Das klassische Sakko ist ein- oder zweireihig und verfügt in der Regel über ein seidenüberzogenes Revers. Die elegante Erscheinung wird durch die als Galons bezeichneten Zierstreifen auf beiden Seitennähten der Anzughose unterstrichen. Zum stimmigen Gesamtbild gehört das Smokinghemd, das sich durch Umschlagmanschetten auszeichnet. Der traditionelle Dresscode schreibt zum Smoking eine schwarze Fliege vor - daher rührt auch die Bezeichnung "black tie". Ein ausgefallenes Accessoire, das Ihren Hochzeitsanzug im Handumdrehen zum Hingucker macht, ist ein schwarzer Kummerbund. Diese um die Taille gebundene Schärpe wird zu einreihigen Jacketts getragen. Ausgefallen wird Ihr Auftritt mit einem roten Kummerbund - besonders, wenn auch Ihre Braut zu einem Kleid in einer ungewöhnlichen Farbe greift.
  • Traditionell: Heiraten im Frack
    Die wohl traditionsreichste Variante des Hochzeitsanzugs ist der Frack. Dieser wird auch als "grosser Gesellschaftsanzug für den Abend" bezeichnet und trägt im Gegensatz zum Smoking die Bezeichnung "white tie". Fliege und Weste müssen in diesem Fall unbedingt weiss sein. Sakkos in diesem Stil überzeugen durch ihre ausgefallene Schnittform in der Rückenpartie, die an Schwalbenschwänze erinnert. Ein Frack ist für Herren geeignet, die ihre Hochzeit im grossen Stil feiern. Wer sich an die Etikette hält, sollte sich nach der Trauungszeremonie umziehen und in einen Cut, einen Smoking oder einen Stresemann schlüpfen. Abends darf der Frack noch einmal hervorgeholt werden.
  • Festlich: Im Cutaway "Ja" sagen
    Der Cut ist der "kleine Bruder" des Fracks und gilt als der festlichste unter den Tagesanzügen. Tatsächlich werden diese Anzüge in England - wo sie überaus beliebt sind - "morning coat" genannt. Laut Etikette sollte er nicht nach 18 Uhr getragen werden, aber Ihre Braut wird mit Ihnen bestimmt auch spätabends im gut sitzenden Cut ausgelassen tanzen und die Hochzeit feiern. Wenn Sie sich für diesen Anzug entscheiden, können Sie mit den richtigen Accessoires tolle Akzente setzen. Am besten greifen Sie zu einem eleganten Zylinder, edlen Handschuhen und einem Plastron. Ein Plastron ist eine breite weisse Krawatte, die Ihren edlen Look stilvoll vervollständigt.
  • Praktisch: Der Stresemann als Hochzeitsanzug
    Wer hätte gedacht, dass ein deutscher Aussenminister Modegeschichte schreiben würde? Genau dies tat Gustav Stresemann, als er sich 1925 in einem Anzug mit gestreiften Hosen und einem einreihigen Jackett der Öffentlichkeit präsentierte. Der Clou dieses Anzugs bestand darin, dass das Sakko problemlos gegen einen Cut ausgetauscht werden konnte, wenn der Dresscode dies erforderlich machte. Als praktische und lässige Variante fand der Stresemann schnell Anklang und entwickelte sich zum beliebten Hochzeitsanzug. Ihren Stresemann können Sie individuell gestalten, indem Sie ihn zum Beispiel drei-teilig mit einer silberfarbene Weste tragen. Farbige Akzente setzen Sie mit einer Krawatte in blauer oder roter Ausführung.

Die persönliche Note für Ihren Hochzeitsanzug

Wenn Sie es lieber einfach und pflegeleicht mögen, sollten Sie zu einem herkömmlichen Anzug greifen. Dank des Baukasten-Prinzips können Sie sich bei C&A individuell und ganz nach Ihrem Geschmack den perfekten Hochzeitsanzug zusammenstellen, der genau Ihren Vorstellungen und denen Ihrer Braut entspricht. Neben klassischen vierteiligen Anzügen finden Sie auch separate Businesshemden, Hosen, Sakkos und Westen. Je nachdem, wo und zu welcher Jahreszeit Ihre Hochzeit stattfindet, können Sie mit Ihrem Look experimentieren und auf ungewöhnliche Lösungen zurückgreifen. Für eine Sommerhochzeit ist ein weisses Jackett eine ausgezeichnete Wahl. Wer es besonders lässig mag, kombiniert das Sakko zur Jeans. Wichtig ist, dass Braut und Bräutigam aufeinander abgestimmt sind - Sie sollten sich vor Ihrer Hochzeit unbedingt über Ihre jeweiligen modischen Absichten im Klaren sein!

Auch bei der Wahl des Materials sind Sie ganz frei: Viele Sakkos und Anzughosen bestehen aus Schurwolle, die angenehm zu tragen und leicht zu pflegen ist. Während Schurwolle eher klassisch zurückhaltend daherkommt, ist ein Anzug aus Tweed dagegen schon extravaganter. Tweed ist ein etwas dickeres, festeres Material, das ursprünglich aus Schottland stammt. Auch die traditionellen Schottenröcke sind häufig aus Tweed gefertigt. Wenn Sie sich für dieses Material entscheiden, achten Sie darauf, dass der Anzug optimal sitzt, damit das feste Gewebe nicht aufträgt.

Damit beim Hochzeitstanz nichts drückt

Der Hochzeitstanz ist das Highlight einer jeden Hochzeitsfeier und ein äusserst persönlicher Moment. Sie haben lange nach dem perfekten Song gesucht und sogar einen Tanzkurs belegt, um am grossen Tag anmutig über die Tanzfläche zu gleiten. Nicht nur Anzüge sollten deshalb einen perfekten Fit haben - auch wenn die Schuhe drücken, ist es mit der Grazie nicht so einfach. Darum sollten Sie sich frühzeitig auf die Suche nach dem passenden Schuhwerk begeben und dieses vor der Hochzeit einlaufen, um böse Überraschungen zu vermeiden. Der klassische Hochzeitsschuh besteht aus Leder und verfügt über eine Schnürung und eine leicht zugespitzte Vorderpartie. Ein klassisch schwarzer Schuh ist dabei am beliebtesten, gelegentlich wird auch ein brauner Schuh getragen. Ausgefallen wird es mit einem Lackschuh. Aber Achtung: Lackleder ist besonders fest und muss vor dem Tragen zusätzlich gedehnt werden. Dann steht Ihrem glanzvollen Auftritt nichts mehr im Wege.