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Katzenhaltung – Wohnungskatze liegt auf dem Parkettboden.

Tipps zur Katzenhaltung – Katze kaufen oder adoptieren

Rund 1,4 Millionen Katzen leben in der Schweiz – damit sind die eleganten, stolzen Samtpfoten unbestreitbar das beliebteste Haustier der Schweizer. Katzen sind bereits seit Jahrtausenden Begleiter des Menschen. Suchst Du ein Haustier, das verschmust und unabhängig ist, ist eine Katze die ideale Wahl. Ob Kitten oder ältere Katze vom Züchter oder aus dem Tierschutz – erfüllst Du die Haltungsbedingungen und schenkst Deiner Katze viel Aufmerksamkeit, wird sie ihre neun Leben glücklich an Deiner Seite verbringen.

Einen Überblick über die wichtigsten Aspekte von Pflege, Haltung und Anschaffung bietet unser Checklisten-PDF. Dort findest Du zudem wichtige Tipps zur Eingewöhnung Deiner Katze.

Passt eine Katze zu mir? – Wesen und Eigenschaften der Katze

Vor der Anschaffung solltest Du bedenken, ob eine Katze in Deine familiäre Situation passt – und auch hinterfragen, ob Du mit dem Wesen der Samtpfoten harmonierst.

HinweisBevor Ihr Euch eine Katze anschafft, sollte bei allen Familienmitgliedern eine Katzenhaarallergie ausgeschlossen werden. Streng genommen reagieren Allergiker übrigens auf Hautpartikel oder den Speichel der Katze, nicht auf die Haare selbst. Daher gibt es auch keine Katzenrassen, die als eindeutig „allergikerfreundlich“ bezeichnet werden können.[1]

HinweisBevor Ihr Euch eine Katze anschafft, sollte bei allen Familienmitgliedern eine Katzenhaarallergie ausgeschlossen werden. Streng genommen reagieren Allergiker übrigens auf Hautpartikel oder den Speichel der Katze, nicht auf die Haare selbst. Daher gibt es auch keine Katzenrassen, die als eindeutig „allergikerfreundlich“ bezeichnet werden können.[1]

Eckdaten der Hauskatze – Ein kurzer Steckbrief

Von der schlanken Balinese bis zur imposanten Maine Coon, zierlich, kräftig oder muskulös – unter den bekannten Katzenrassen herrscht eine rege Vielfalt an Formen, Farben und Grössen. Die Zahl der verschiedenen Katzenrassen wird meist auf etwa 100 geschätzt, doch nicht jeder Katzenzuchtverband erkennt alle Rassen gleichermassen an.[2] Grundsätzlich unterscheiden sich die Tiere im Körperbau, der Kopfform, Fellfarbe und -länge.

Grösse: Im Durchschnitt weisen Hauskatzen eine Schulterhöhe von etwa 23 bis 35 cm auf, grössere Rassen wie Norwegische Waldkatzen können allerdings auch eine Schulterhöhe von 40 bis 45 cm erreichen.[3]

Gewicht: Die durchschnittliche Katze bringt etwa 3 bis 5 kg auf die Waage – auch hier können Riesenrassen durchaus mehr erreichen.[4]

Lebenserwartung: Die meisten Katzen werden zwischen 12 und 20 Jahren alt. Reine Wohnungskatzen haben meist eine höhere Lebenserwartung als Freigänger, da sie nicht denselben Alltagsgefahren ausgesetzt sind.[5]

Verhaltensweisen der Hauskatze

Katze als Haustier – Katzen sollten sich in der Wohnung frei bewegen können.

Auch charakterlich unterscheiden sich Katzen stark voneinander. Das Wesen Deiner Katze kann von der Rasse, dem Geschlecht und der individuellen Entwicklung beeinflusst werden – auch wenn sich im allgemeinen Überschneidungen verschiedener Charaktertypen zeigen, gleicht keine Katze der anderen.

  • Individualität: Scheu oder draufgängerisch, sensibel oder frech, verschmust oder eher distanziert – selbst wenn Du bereits ein erfahrener Katzenhalter bist, kannst Du immer wieder völlig neuen „Katzencharakteren“ begegnen. Eine gut sozialisierte Katze ist in den meisten Fällen anhänglicher. Dazu darf sie nicht zu früh von der Mutter getrennt werden und sollte bereits als Kätzchen positive Erfahrungen mit Menschen machen. Dennoch lässt sich das Wesen der Katze nicht vorhersehen.
  • Unabhängigkeit: Katzen sind keine klassischen „Einzelgänger“. Sie benötigen täglich Zuwendung, fordern diese Zuneigung aber zumeist selbstständig ein. Der Stubentiger lässt sich daher nicht zum Kuscheln zwingen – unerwünschte Liebkosungen führen womöglich zu Kratzern. Halte diese Grenzen vor allem dann genau ein, wenn sich Kinder im Haushalt befinden. Durch die Unterstützung und Aufsicht der Eltern können Kinder bereits frühzeitig einen sicheren und artgerechten Umgang mit der Katze lernen.[6]
  • Neugier: Katzen springen nicht nur aufs Sofa, sondern klettern auch auf Schränke und Regale – ungeachtet der Dekoration, die dabei eventuell zu Bruch gehen könnte. Daher solltest Du bereit sein, ihre verspielte und neugierige Natur zu akzeptieren und Euren gemeinsamen Lebensraum entsprechend katzensicher zu machen.
  • Jagdinstinkt: Katzen sind oft verschmust, in ihrem Kern aber dennoch Jäger – hältst Du einen Freigänger, kann es vorkommen, dass Deine Katze Dir von Zeit zu Zeit ihre Beute als „Geschenk“ mit nach Hause bringt.

CheckMit der Hilfe ihrer Eltern können bereits kleine Kinder einen vorsichtigen und sanften Umgang mit der verschmusten Hauskatze erlernen. Aufgrund ihres sanftmütigen Wesens gelten einige Katzenrassen als besonders kinderfreundlich, darunter Angorakatzen, Ragdolls, Maine Coons und Siamkatzen[7].

CheckMit der Hilfe ihrer Eltern können bereits kleine Kinder einen vorsichtigen und sanften Umgang mit der verschmusten Hauskatze erlernen. Aufgrund ihres sanftmütigen Wesens gelten einige Katzenrassen als besonders kinderfreundlich, darunter Angorakatzen, Ragdolls, Maine Coons und Siamkatzen[7].

Vor der Anschaffung – Rahmenbedingungen für die Katzenhaltung

Wenn Du eine Katze als Haustier in Eure Familie aufnehmen möchtest, solltest Du vor der Anschaffung einiges beachten. Denn obwohl Katzen eigensinniger und unabhängiger sind als Hunde, brauchen sie dennoch viel Pflege und Zuwendung. Möchtest Du eine Katze als Haustier aufnehmen, sollten einige Rahmenbedingungen geklärt werden.

AchtungKatzen knabbern durchaus auch gern an Pflanzen. Vorsicht gilt daher bei giftigen Zimmerpflanzen wie Amaryllis, Chrysanthemen, Alpenveilchen, Lilien, Einblatt, Weihnachtsstern, Efeutute, Tulpen und Narzissen.[8] Die Pflanzen sollten sich jederzeit ausserhalb der Reichweite der Katzen befinden oder sogar ganz aus der Wohnung verbannt werden. Bist Du Dir unsicher, ob eine Pflanze für Deine Katze gefährlich werden könnte, entferne sie sicherheitshalber.

AchtungKatzen knabbern durchaus auch gern an Pflanzen. Vorsicht gilt daher bei giftigen Zimmerpflanzen wie Amaryllis, Chrysanthemen, Alpenveilchen, Lilien, Einblatt, Weihnachtsstern, Efeutute, Tulpen und Narzissen.[8] Die Pflanzen sollten sich jederzeit ausserhalb der Reichweite der Katzen befinden oder sogar ganz aus der Wohnung verbannt werden. Bist Du Dir unsicher, ob eine Pflanze für Deine Katze gefährlich werden könnte, entferne sie sicherheitshalber.

Freigänger oder Wohnungskatze?

Ob Du Deine Katze nur in der Wohnung halten möchtest oder ihr täglichen Freigang gewährst, solltest Du noch vor der Anschaffung entscheiden. Ein Freigänger lässt sich in den meisten Fällen nicht später im Leben zu einer Wohnungskatze umerziehen. Auch Katzen, die nur das Leben innerhalb der Wohnung oder des Hauses kennen, haben es vermutlich schwerer, sich in der Natur zurechtzufinden, als ihre erfahrenen Artgenossen. Am Stadtrand und in ländlichen Regionen kann die Freigänger-Haltung oftmals unkomplizierter ermöglicht werden. In der Innenstadt kommen schliesslich die Gefahren des Strassenverkehrs hinzu.[9] Beide Haltungsformen sind unter bestimmten Bedingungen für Katzen möglich, allerdings auch von Eurer Wohnsituation und, wie bereits beschrieben, vom Tier selbst abhängig. Adoptierst Du eine ältere Katze, ist diese womöglich schon an eine bestimmte Lebensweise gewöhnt.

Hältst Du Deine Katze als Freigänger, sind regelmässige Impfungen und Entwurmungen wichtig, um die Gefahr durch Parasitenbefall einzudämmen. Gerade im Sommer solltest Du auch einen möglichen Zeckenbefall im Auge behalten. Eine Freigänger-Katze solltest Du zudem kastrieren lassen.[10]

Katze adoptieren – Ob eine Katze als Freigänger gehalten wird, sollte vor der Anschaffung feststehen.

Wohnungskatzen solltest Du bestenfalls Zutritt in jedes Zimmer ermöglichen – Fenster (auch Kippfenster) oder der Balkon müssen dann entsprechend gesichert werden. So schränkst Du ihr Revier nicht noch mehr ein. Kratzbäume und sichere Klettermöglichkeiten verhindern, dass Langeweile aufkommt. Als Katzenbesitzer musst Du allerdings akzeptieren, dass die Samtpfoten innerhalb der Wohnung „allgegenwärtig“ sind (und mit ihnen auch die Katzenhaare).

Eine Katze oder zwei?

Katzen jagen zwar allein – sind allerdings trotzdem keine klassischen Einzelgänger und benötigen regelmässige soziale Kontakte. Bei Wohnungskatzen wird daher häufig empfohlen, mindestens zwei Tiere zu halten. Insbesondere wenn der restliche Haushalt tagsüber auf der Arbeit oder in der Schule ist, kann eine zweite Katze als Spielkamerad eine mögliche Einsamkeit verhindern.[11]

Ideal ist es, wenn zwei Katzen gemeinsam aufwachsen. Wurfgeschwister eignen sich daher gut zur Paarhaltung. Holst Du ein älteres Tier aus dem Tierheim, haben sich dort häufig schon feste Katzenfreundschaften gebildet. Dann kannst Du die Tiere auch als Paar aufnehmen.[12] Bei der späteren Zusammenführung von zwei Katzen solltest Du einen geeigneten Partner sorgsam anhand passender charakterlicher Merkmale auswählen und den Prozess langsam ablaufen lassen.[13]

Katzenbaby oder ausgewachsene Katze?

Ein niedliches Katzenbaby ist für die meisten Tierfreunde ein herzerweichender Anblick. Ab einem Alter von 10 bis 12 Wochen können Kätzchen ins neue Heim einziehen und dort von klein auf in den Alltag der neuen Familie integriert werden.[14] Allerdings macht ein Kätzchen auch mehr Arbeit als eine erwachsene Katze: Stubenreinheit und einige Verhaltensregeln muss das Katzenbaby erst lernen.  Dieser Prozess erfordert Zeit und Geduld.

Nach der ersten Eingewöhnungsphase findet sich auch eine erwachsene, ältere Katze in einer neuen Umgebung zurecht. Auch die Stubenreinheit dürfte in den meisten Fällen kein Problem mehr darstellen. Allerdings musst Du bedenken, dass jedes ältere Tier eine Vorgeschichte hat, mit der Du verständnisvoll und sensibel umgehen solltest. Gewinnst Du das Vertrauen Deines neuen Mitbewohners, können ältere Katzen ebenso verschmust und verspielt sein wie ein Kitten. Bei älteren Katzen aus dem Tierheim hast Du zudem die Möglichkeit, Dein zukünftiges Haustier bereits bei Besuchen kennenzulernen – so merkst Du schnell, ob die Chemie zwischen Euch stimmt. Wenn Du eine Katze adoptierst, machst Du nicht nur den einzelnen Stubentiger glücklich, sondern unterstützt zudem den Tierschutz.

Katze kaufen oder adoptieren – Kosten und Grundausstattung

Bevor eine oder zwei Katzen bei Euch einziehen, solltest Du Dir einen Überblick über die Anschaffungskosten, die Grundausstattung und die möglichen Folgekosten machen. Schliesslich solltest Du in der Lage sein, das Wohlergehen Deines Tieres auch langfristig zu garantieren.

Die Anschaffungskosten werden stark davon beeinflusst, ob Du eine Katze kaufst oder adoptierst. Rassekatzen vom Züchter können je nach Seltenheit Hunderte bis mehrere Tausend Franken kosten. Um eine Katze zu adoptieren, musst Du dem Tierheim meist eine Schutz- bzw. Vermittlungsgebühr zahlen. Die Vermittlung kostet je nach Organisation und Region meist zwischen 200 und 400 Franken und wird auch davon beeinflusst, ob die Katze kastriert wurde und welchen Impfschutz sie besitzt.

Die nötige Grundausstattung ist bereits ab etwa 150 bis 300 Franken erhältlich, je nach Produktausführung können die Kosten aber auch bis auf 500 Franken klettern. Vor dem Einzug sollte man folgende Utensilien beschaffen:

  • Katzenbett, Versteckkiste oder Kuschelhöhle
  • Decke
  • zwei Katzentoiletten, inkl. Einstreu
  • Futternapf und Wasserschale
  • Katzenfutter
  • Transportbox
  • Kratzbaum oder Kratzbrett
  • Kletterbaum
  • Spielzeug, z. B. Katzenangeln, Plüschmäuse, Bälle
  • Bürste (je nach Fellbeschaffenheit)
  • Zeckenzange (bei Freigängern)

Bei laufenden Kosten schlagen Futter und Katzenstreu zu Buche. Je nach Ausführung oder möglichen gesundheitlichen Faktoren bei der Ernährung liegt der Preis für Katzenfutter monatlich bei etwa 35 bis 60 Franken. Neben regelmässigen Tierarztkosten solltest Du auch mit Sonderkosten bei Kastration, Verletzung oder Krankheit rechnen. Auf einen Katzenhalter kommen pro Jahr schätzungsweise 700 Franken an laufenden Kosten zu.[15] Über diese Ausgaben solltest Du Dir also vor der Anschaffung bewusst sein.

Fazit

Verspielt, anschmiegsam und doch mit eigenem Willen: Im Vergleich mit ihrem vierbeinigen Kollegen, dem Hund, gelten Katzen als eigenständiger und weniger anhänglich. Dadurch benötigt ihre Pflege vergleichsweise weniger Zeit, allerdings lassen sie sich meist auch nicht wie Hunde auf Gehorsam trainieren. Ob Kätzchen oder Seniorkater, Freigänger oder Wohnungskatze – bevor Du Dir eine Katze anschaffst, informiere Dich genau über die Haltungsbedingungen und überlege, wie Du sie erfüllen kannst. Mit der nötigen Grundausstattung und viel Geduld bei der Eingewöhnung wird Deine Katze ein verschmuster und doch unabhängiger Begleiter sein.

Quellen und weiterführende Literatur:

[1]https://www.ecarf.org/info-portal/allergien/tierhaarallergie/
(abgerufen am 18.03.2020)

[2]https://katzenwelt.net/rassen/wie-viele-katzenrassen-gibt-es/
(abgerufen am 18.03.2020)

[3]https://www.haustier-berater.de/haustierdatenbank/saeugetiere/details/katze/
(abgerufen am 18.03.2020)

[4]https://geliebte-katze.de/information/katzenrassen/katzenrassen-a-bis-z/hauskatze
(abgerufen am 18.03.2020)

[5]https://www.zooplus.ch/magazin/katze/katzengesundheit-und-pflege/katzenalter
(abgerufen am 14.04.2020)

[6]https://www.purina.ch/de/ihre-katze/das-zusammenleben/erleben-sie-mehr/katzen-und-kinder
(abgerufen am 14.04.2020)

[7]https://www.betreut.de/magazin/tiere/10-katzenrassen-fuer-familien-mit-kindern/
(abgerufen am 18.03.2020)

[8]https://www.peta.de/giftige-zimmerpflanzen
(abgerufen am 18.03.2020)

[9]http://www.tierschutz.com/publikationen/heimtiere/infothek/katzen_hunde/mb_katzen_haltung.pdf
(abgerufen am 14.04.2020)

[10]https://www.blv.admin.ch/dam/blv/de/dokumente/tiere/heim-und-wildtierhaltung/faq-katzen-kastration-mikrochips.pdf.download.pdf/Katzen-Kastrieren_-_Fragen_und_Antworten_DE.pdf
(abgerufen am 14.04.2020)

[11]https://www.zuerchertierschutz.ch/tierhaltungsfragen/katzen/wohnungskatzen.html
(abgerufen am 14.04.2020)

[12]https://www.haustiermagazin.com/katzen-kaufen-ist-zu-beachten/#Eine_Katze_oder_mehrere
(abgerufen am 18.03.2020)

[13]https://gluecksnasen-ev.com/2018/02/08/die-vergesellschaftung-von-katzen/
(abgerufen am 18.03.2020)

[14]https://www.katzenliebhaber.ch/katzenbabys/
(abgerufen am 14.04.2020)

[15]https://www.zuerchertierschutz.ch/fileadmin/user_upload/Tierschutzthemen/pdf/Kostentabelle_heim.pdf
(abgerufen am 14.04.2020)

Bildquellen:

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